Atlanta Flames

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Atlanta Flames
Logo der Atlanta Flames
Gründung November 1971
Geschichte Atlanta Flames
19721980
Calgary Flames
seit 1980
Stadion Omni Coliseum
Standort Atlanta, Georgia
Teamfarben Rot, Gelb, Weiß
Stanley Cups keine
Conferencetitel keine
Divisiontitel keine

Die Atlanta Flames (IPA: [ətˈlæntə fleɪms]) waren eine amerikanische Eishockeymannschaft aus der National Hockey League, die 1972 gegründet wurde. Der Name ging aus dem Großbrand von Atlanta 1864 im Sezessionskrieg hervor, der einen Großteil der Stadt zerstörte. 1980 zog das Team nach Calgary um und spielt dort seitdem als Calgary Flames.

GeschichteBearbeiten

Die Atlanta Flames kamen 1972 im Zuge der Erweiterung zusammen mit den New York Islanders als so genanntes "Expansion Team" in die National Hockey League. Ihr Stadion in Atlanta hieß Omni Coliseum. Am 7. Oktober 1972 absolvierten sie ihr erstes Spiel gegen die Islanders und gingen mit einem Endstand von 3:2 als Sieger hervor. Eine Woche darauf folgte das erste Pflichtspiel der Flames gegen die Buffalo Sabres, welches 1:1 endete. Das Franchise beendete seine erste Saison mit einer Bilanz von 25-38-15 auf Platz sieben der Western Division. In der zweiten Saison erreichte das Team erstmals die Playoffs. Dort trafen die Flames in der ersten Runde auf die Philadelphia Flyers, verloren die Serie gegen den späteren Stanley-Cup-Sieger jedoch mit 0:4-Siegen.

Tom Lysiak (12) bejubelt mit David Shand und Harold Phillipoff (24) ein Tor

Im Jahr darauf wurden die Divisionen neu eingeteilt und die Atlanta Flames kamen in die Patrick Division in der Campbell Conference. Daher schlossen sie die Conference, trotz ihrer ersten Saison mit einer Siegesquote höher als 50 Prozent, auf dem letzten Platz ab.

In der Saison 1975/76 erreichten die Flames das zweite Mal die Playoffs. Es war der Beginn einer langen Serie, das das Team die Endrunde bis zur Saison 1991/92 kein einziges Mal verpasste. In der Spielzeit 1978/79 gelang es der Mannschaft erstmals in ihrer Geschichte die 90-Punkte-Marke zu übertreffen, dennoch schloss sie die Saison als Letzter der Division ab. Trotzdem erreichten die Flames zum sechsten Mal seit ihrem Bestehen die Playoffs, scheiterten aber in der ersten Runde. Die darauffolgende Saison war die bisher letzte des Franchises in Atlanta. Torhüter Jim Craig, der sechs Tage zuvor mit Team USA Gold bei den Olympischen Winterspielen gewann, gab bei den Flames sein NHL-Debüt. Aufgrund seines Auftritts war das Omni Coliseum ein letztes Mal restlos ausverkauft. Die Atlanta Flames schafften es in dieser Nachsaison abermals nicht die zweite Playoffrunde zu erreichen und gewannen trotz sieben Playoff-Teilnahmen während ihrer Zeit in Atlanta nur zwei Playoffspiele (gegen die New York Rangers 1980 bzw. gegen die Los Angeles Kings 1977).

Tom Cousins, der Besitzer der Atlanta Flames sah sein Imperium zerbröckeln und um eine drohende Pleite abzuwenden, musste er die Flames verkaufen. Da in Atlanta nur eine kleine Fanbasis vorhanden war, gab es keine angemessenen Angebote von Investoren in der Region und so wurden die Flames an den Kanadier Nelson Skalbania verkauft. Am 21. Mai 1980 zog das Team schließlich vom Omni Coliseum in Atlanta nach Calgary in den Stampede Corral um, ein Stadion, das 8.000 Zuschauer fasste.

SaisonstatistikBearbeiten

Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, OTL = Niederlagen nach Overtime, SOL = Niederlagen nach Shootout, Pts = Punkte, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore, PIM = Strafminuten

Saison GP W L T OTL SOL Pts GF GA PIM Platz Playoffs
1972/73 78 25 38 15 65 191 239 852 7., West nicht qualifiziert
1973/74 78 30 34 14 74 214 238 841 4., West Niederlage im Conference Halbfinale, 0:4 (Philadelphia)
1974/75 80 34 31 15 83 243 233 915 4., Patrick nicht qualifiziert
1975/76 80 35 33 12 82 262 237 928 3., Patrick Niederlage im Conference Viertelfinale, 0:2 (Los Angeles)
1976/77 80 34 34 12 80 264 265 889 3., Patrick Niederlage im Conference Viertelfinale, 1:2 (Los Angeles)
1977/78 80 34 27 19 87 274 252 984 3., Patrick Niederlage im Conference Viertelfinale, 0:2 (Detroit)
1978/79 80 41 31 8 90 327 280 1158 4., Patrick Niederlage im Conference Viertelfinale, 0:2 (Toronto)
1979/80 80 35 32 13 83 282 269 1048 4., Patrick Niederlage im Conference Viertelfinale, 1:3 (New York)
Gesamt 636 268 260 108 644 2057 2013 7615 6 Playoff-Teilnahmen
6 Serien: 0 Siege, 6 Niederlagen
17 Spiele: 2 Siege, 15 Niederlagen

Erinnerung an AtlantaBearbeiten

Robyn Regehr trägt als Zeichen für einen Alternativ-Kapitän das "A" der Atlanta Flames auf der Brust

In Erinnerung an die Atlanta Flames tragen die Alternativ-Kapitäne der Calgary Flames das "A" aus dem Logo der Atlanta Flames auf der Brust.

TrainerBearbeiten

Zeitraum Trainer
1972/73 - 1974/75 Bernie Geoffrion
1974/75 - 1978/79 Fred Creighton
1979/80 - 1981/82 Al MacNeil

Zu erwähnende SpielerBearbeiten

MannschaftskapitäneBearbeiten

Jahr Name
1972–1975 Keith McCreary
1975–1977 Pat Quinn
1977–1979 Tom Lysiak
1979–1980 Jean Pronovost

Top-10-DraftpicksBearbeiten

Name Jahr Draft-Position
Jacques Richard 1972 2.
Tom Lysiak 1973 2.
Richard Mulhern 1975 8.
David Shand
Harold Phillipoff
1976 8.
10.

Top-PunktesammlerBearbeiten

Die zehn besten Punktesammler in der Geschichte der Atlanta Flames in der regulären Saison und der Playoffs.

Abkürzungen: Pos = Position, GP = Spiele, G = Tore, A = Vorlagen, Pts = Punkte, P/G = Punkte pro Spiel

Reguläre Saison

Name Pos Saison GP G A Pts P/G
Tom Lysiak C 1973/74–1978/79 445 155 276 431 0,97
Eric Vail LW 1973/74–1979/80 469 174 209 383 0,82
Guy Chouinard C 1974/75–1979/80 318 126 168 294 0,92
Curt Bennett RW 1972/73–1979/80 405 126 140 266 0,66
Bob MacMillan RW 1977/78–1979/80 208 90 131 221 1,06
Rey Comeau C 1972/73–1977/78 468 88 126 214 0,46
Ken Houston RW 1975/76–1979/80 350 91 108 199 0,57
Bill Clement C 1975/76–1979/80 297 69 107 176 0,59
Willi Plett RW 1975/76–1979/80 296 91 83 174 0,59
Randy Manery D 1972/73–1976/77 377 30 142 172 0,46

Playoffs

Name Pos GP G A Pts P/G
Eric Vail LW 14 5 6 11 0,79
Guy Chouinard C 13 5 5 10 0,77
Tom Lysiak C 11 2 5 7 0,64
Larry Romanchych RW 7 2 2 4 0,57
Willi Plett RW 9 3 0 3 0,33
Rey Comeau C 9 2 1 3 0,33
Bill Clement C 13 1 2 3 0,23
Bob MacMillan RW 8 0 3 3 0,38
Richard Mulhern D 5 0 3 3 0,60
Garry Unger C 4 0 3 3 0,75

WeblinksBearbeiten








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