Guyana

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Dieser Artikel behandelt den Staat Guyana in Südamerika, der nicht mit der Landschaft Guayana oder der Region Französisch-Guayana verwechselt werden sollte.
Co-operative Republic of Guyana
Kooperative Republik Guyana
Flagge Guyanas
Wappen Guyanas
Flagge Wappen
Wahlspruch: One People, One Nation, One Destiny (engl., „Ein Volk, Eine Nation, Ein Schicksal“)
Amtssprache Englisch
Hauptstadt Georgetown
Staatsform Republik
Regierungssystem Semipräsidiale Demokratie
Staatsoberhaupt Präsident Donald Ramotar
Regierungschef Premierminister Sam Hinds
Fläche 214.970 km²
Einwohnerzahl 752.940 (Quelle: CIA 2009)

751.223 (Census 2002)[1]

Bevölkerungsdichte 3,5 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Nominal
2007[2]
  • 1.039 Mio. US$ (161.)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 1.365 US$ (123.)
Human Development Index 0,636 (118.)[3]
Währung Guyana-Dollar (GYD)
Unabhängigkeit 26. Mai 1966
(vom Vereinigten Königreich)
Nationalhymne Dear Land of Guyana, of Rivers and Plains
Zeitzone UTC−4
Kfz-Kennzeichen GUY
ISO 3166 GY, GUY, 328
Internet-TLD .gy
Telefonvorwahl +592
Antarktika Vereinigtes Königreich (Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln) Chile Uruguay Argentinien Paraguay Peru Bolivien Brasilien Ecuador Panama Venezuela Guyana Suriname Kolumbien Trinidad und Tobago Costa Rica El Salvador Guatemala Belize Mexiko Jamaika Kuba Haiti Dominikanische Republik Bahamas Nicaragua Vereinigte Staaten Kanada Inseln über dem Winde (multinational) Puerto Rico (zu Vereinigte Staaten) Vereinigtes Königreich (Kaimaninseln) Vereinigtes Königreich (Turks- and Caicosinseln) Vereinigtes Königreich (Bermuda) Frankreich (St.-Pierre und Miquelon) Dänemark (Grönland) Island Irland Frankreich Spanien Portugal Spanien (Kanarische Inseln) Marokko Libyen Kap Verde Mauretanien Mali Burkina Faso Elfenbeinküste Ghana Liberia Sierra Leone Guinea Guinea-Bissau Gambia Senegal Niger Algerien Togo Benin Nigeria Kamerun Äquatorialguinea Gabun Republik Kongo Angola Namibia Südafrika Lesotho Botswana Sambia Honduras Frankreich (Französisch-Guayana) Vereinigtes Königreich (Falklandinseln)Guyana on the globe (South America centered).svg
Über dieses Bild

Guyana ist ein Staat in Südamerika. Er grenzt an Brasilien, Venezuela und Suriname sowie an den Atlantik.

GeografieBearbeiten

Kaieteur-Fälle in Zentral-Guyana

Guyana liegt zwischen 2° und 8° nördlicher Breite und zwischen 57° und 61° westlicher Länge. Der tiefste Punkt befindet sich an der Atlantik-Küste, höchster Punkt ist der Berg Roraima-Tepui mit 2.810 m. An der Grenze zu Venezuela und Brasilien erhebt sich das Guayana-Gebirge, nach dem der Staat benannt wurde. Der Hauptfluss ist der Essequibo, der im Süden des Landes entspringt und im Norden in den Atlantik mündet. Der Nationalpark Potaro besticht durch seine Wasserfälle, u. a. die 225 m hohen Kaieteur-Fälle.

85 % des Landes sind dünn besiedelter tropischer Regenwald, der forstwirtschaftlich kaum genutzt wird. Der Westen und Süden sind von Gebirgsketten durchzogen, in denen die wichtigsten Flüsse des Landes entspringen. An der Küste findet man einen sumpfigen Küstenstreifen. Dahinter befindet sich eine 20–70 km breite Schwemmlandzone, die teilweise auf Meeresspiegelniveau liegt und im 18. Jahrhundert von holländischen Siedlern bedeicht sowie durch zahllose Entwässerungskanäle trockengelegt wurde. Hier befindet sich der Agrargürtel des Landes mit Anbau von Reis, Zuckerrohr, Kokosnüssen und Zitrusfrüchten.

KlimaBearbeiten

Das Klima ist tropisch mit Niederschlägen bis 3.000 mm pro Jahr; Temperaturen im Jahresmittel 27 °C, Höchsttemperaturen um 34 °C, Niedrigsttemperaturen um 20 °C; Luftfeuchtigkeit 73–88 %. Es gibt zwei Regenperioden: stark von April bis August, schwächer September bis November, wieder stärker bis Ende Januar. Danach Trockenheit bis Aprilanfang.

UmweltBearbeiten

Nach Ansicht von Klimaexperten der Weltbank gehört auch Guyana zu den Staaten im südamerikanisch-karibischen Raum, die von einem Anstieg des Meeresspiegels im Zuge des Klimawandels besonders stark betroffen sein werden. Ein Meeresspiegelanstieg von 1 m würde in Guyana ein Gebiet überschwemmen, in dem 70 % der Bevölkerung und 40 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes liegt.[4]

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerBearbeiten

Nach der Volkszählung 2002 setzt sich die Bevölkerung entsprechend ihrer ethnischen Herkunft wie folgt zusammen:[5]

Die Besiedlung beschränkt sich weitgehend auf den Küstenraum. Im Hochland sind einzelne Indianerstämme angesiedelt.

ReligionenBearbeiten

Anteile der Religionen an der Bevölkerung:

SprachenBearbeiten

Umgangssprache ist vor allem ein teilweise kreolisiertes Englisch, daneben indische Sprachen (unter anderem Hindi) sowie Indianersprachen.

GeschichteBearbeiten

Hauptartikel: Geschichte Guyanas

Herkunft des Namens „Guyana“Bearbeiten

Der Name „Guyana“ wurde vom ursprünglichen Namen der Region Guiana abgeleitet. Die Region umfasst Guyana, Suriname, Französisch-Guiana und Teile von Venezuela und Brasilien. Laut dem Oxford English Dictionary bedeutet der Name „Land der vielen Wasser“.

KolonialzeitBearbeiten

Das heutige Guyana bestand im 17. und 18. Jahrhundert aus den durch die Niederlande gegründeten Kolonien Essequibo, Demerara und Berbice. 1763 kam es in Berbice zum Sklavenaufstand unter Cuffy.

Diese Gebiete wechselten bis 1815 mehrmals zwischen den Kolonialmächten Niederlande, dem Königreich Großbritannien und Frankreich die Besitzer. Nach der Niederlage von Napoléon Bonaparte wurden diese drei Kolonien beim Wiener Kongress 1815 offiziell an das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland übertragen. Im Jahre 1831 wurden diese Gebiete dann als Britisch-Guayana zusammengefügt.

Nachdem 1834 die Sklaverei abgeschafft wurde, importierten die Briten ab 1838 vor allem Kontraktarbeiter aus Britisch-Indien als Ersatz für die von Zuckerrohr-Plantagen wegziehenden Afro-Guyaner.

Im Jahre 1953 intervenierten Britische Truppen in Britisch-Guayana. Das Vereinigte Königreich befürchtete, dass das Ehepaar Janet und Cheddi Jagan und die durch sie gegründete People’s Progressive Party (PPP) aus Guyana ein kommunistisches Land machen wollten.

UnabhängigkeitBearbeiten

Guyana erreichte die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich schließlich am 26. Mai 1966 und wurde am 23. Februar 1970 unter Premier Forbes Burnham vom People’s National Congress (PNC) zur Kooperativen Republik erklärt.

Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts spielen ethnische Konflikte zwischen den Afro-Guyanern und den Indisch-Guyanern in Gesellschaft und Politik immer wieder eine Rolle.

1978 kam Guyana durch den Massensuizid von Jonestown in die Weltnachrichten. Sektenführer Jim Jones vom Peoples Temple gab nach der Ermordung eines amerikanischen Politikers seinen Anhängern den Auftrag zum kollektiven Selbstmord. Über 900 Menschen kamen ums Leben.

Im Jahre 1980 wurde eine neue Verfassung verabschiedet. Hierbei wurden die Macht des Premierministers eingeschränkt und das ausführende Präsidentschaftsamt eingeführt.

Freie MarktwirtschaftBearbeiten

1989 startete die Regierung Guyanas ein Wirtschaftsprogramm, welches eine drastische Wende weg von staatlich kontrollierter Planwirtschaft hin zu einer freien Marktwirtschaft mit offenen Märkten beabsichtigte.

Nach den Präsidentschaftswahlen von 1992, die durch Cheddi Jagan von der PPP gewonnen wurden, kam es durch militante Anhänger der unterlegenen PNC zu heftigen Ausschreitungen in der Hauptstadt Georgetown. Nachdem Jagan 1997 gestorben war, wurde im Dezember 1997 seine Witwe Janet Jagan zur neuen Präsidentin gewählt. Im August 1999 trat sie aus gesundheitlichen Gründen ab und Bharrat Jagdeo wurde neuer Staatspräsident von Guyana.

Zuletzt am 2. September 2006 wurde Bharrat Jagdeo in seinem Amt als Präsident bestätigt.

PolitikBearbeiten

Der Staatspräsident wird alle fünf Jahre direkt gewählt. Er ist der oberste Inhaber der Exekutive. Die Legislative liegt bei der Nationalversammlung. Das Rechtswesen orientiert sich am britischen Vorbild.

Siehe auch:

MenschenrechteBearbeiten

Amnesty International hat das Land in seinen jährlichen Menschenrechtsberichten angemahnt; vor allem wegen der lebenslangen Haftstrafen für Homosexuelle sowie häufig auch deren Missbrauch von staatlicher Seite.

Das Parlament hält jedoch an dem Gesetz fest, denkt aber zugleich über ein Antidiskriminierungsgesetz nach, das u. a. vor Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Identität schützen soll.

Guyana ist der einzige südamerikanische Staat, der die Todesstrafe weiterhin anwendet. Das Land wird auch hierfür von Menschenrechtsaktivisten kritisiert.

AußenpolitikBearbeiten

Seit der Unabhängigkeit 1966 war Guyana um eine wichtige Rolle in der internationalen Politik bemüht. So war das Land zwei mal Mitglied des UN-Sicherheitsrates (1975–1976 und 1982–1983). Guyana unterhält diplomatische Beziehungen mit einer großen Anzahl von Ländern und Organisationen. Die Vereinten Nationen (VN), die Europäische Union (EU), die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB), das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) haben alle eine Niederlassung in Georgetown. Guyana ist außerdem Mitglied des Commonwealth und der CELAC, sowie Gründungsmitglied der Karibischen Gemeinschaft CARICOM.

GrenzkonflikteBearbeiten

Hauptartikel: Guayana Esequiba

Als Kolonialerbe hat Guyana auch die Grenzkonflikte mit den Nachbarstaaten übernommen. Venezuela, Nachbar im Westen, beansprucht das gesamte Gebiet westlich des Essequibo. Ein im Jahre 1899 von einer internationalen Vermittlungskommission gefällter Schiedsspruch, der damals von Venezuela angenommen wurde, bestimmte die heutigen Grenzen. In den 1960er Jahren wurden Informationen bekannt, die nach Ansicht von Venezuela die Voreingenommenheit der damaligen Vermittlungskommission bewiesen, woraufhin Venezuela seither seine Ansprüche auf die Grenzziehung entlang des Essequibo erneuerte. Im Jahr 1966 führte die venezolanische Besetzung von Ankoko Island zu einer Verschärfung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Sollte dem venozolanischen Anspruch stattgegeben werden, würde mehr als die Hälfte des guyanischen Territoriums an Venezuela fallen.[6]

Gebietsansprüche macht auch der östliche Nachbar Suriname geltend. Nachdem Suriname im Juni 2000 seine maritimen Gebietsansprüche gegenüber Guyana militärisch durch den Einsatz von zwei Kanonenbooten gegen das kanadische Unternehmen CGX Energy durchgesetzt hatte und damit den Bau einer Ölbohrplattform verhinderte, rief der Staat Guyana im Februar 2004 den Ständigen Schiedshof, Permanent Court of Arbitration (PCA) mit Sitz in Den Haag zur Klärung des Grenzstreites an.

In Absprache mit dem PCA gaben die Präsidenten Ronald Venetiaan und Bharrat Jagdeo am 20. September 2007 das unanfechtbare Urteil des fünfköpfigen Schiedsgerichtes vom 17. September 2007 öffentlich bekannt. Das Schiedsgericht sprach von dem rohstoffreichen Meeresgebiet Guyana 33.152 und Suriname 17.871 Quadratkilometer zu. Beide Staatsoberhäupter begrüßten die Entscheidung und die Beilegung des Streits. Der Urteilsspruch macht es möglich, dass Ölkonzerne mit der Erkundung und Erschließung des Küstenbeckens beginnen können. Dort werden auf dem Meeresgrund Ölreserven von 15 Milliarden Barrel und Gasvorkommen von 1,2 Billionen Kubikmeter vermutet.

Nach bisherigen Untersuchungen liegen vermutlich die meisten dieser Vorkommen auf guyanischer Seite. Auch der Bereich, der im Juni 2000 zum militärischen Eingreifen durch Suriname geführt hat und das Unternehmen CGX Energy zum Rückzug zwang, liegt innerhalb des an Guyana zugewiesenen Gebietes. Die durch Guyana für diese Aktion geforderte Entschädigung von 34 Millionen US-Dollar wurde durch das Tribunal abgewiesen.

Das Schiedsgericht hat weiter bestätigt, dass der gesamte Corantijnfluss zum surinamischen Staatsgebiet gehört. Damit hat Suriname die Kontrolle über den gesamten Schiffsverkehr ab der Mündung auf dem Corantijn.

Auf den hier im Artikel verwendeten Karten werden die umstrittenen Landflächen Guyana zugeschlagen.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Suriname Venezuela Brasilien Upper Takutu-Upper Essequibo Potaro-Siparuni Upper Demerara-Berbice Cuyuni-Mazaruni Barima-Waini Pomeroon-Supenaam Essequibo Islands-West Demerara Demerara-Mahaica Mahaica-Berbice East Berbice-Corentyne East Berbice-Corentyne (umstrittene Zugehörigkeit)
Regionen in Guyana

Guyana ist in zehn Regionen eingeteilt. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die Volkszählung vom 15. September 2002.[7]

Nr. Region Fläche in km² Einwohner insgesamt Einwohner je km²
1 Barima-Waini 20.339 24.275 1,19
2 Cuyuni-Mazaruni 47.213 17.597 0,37
3 Demerara-Mahaica 2.232 310.320 139,03
4 East Berbice-Corentyne 36.234 123.695 3,41
5 Essequibo Islands-West Demerara 3.755 103.061 27,45
6 Mahaica-Berbice 4.190 52.428 12,51
7 Pomeroon-Supenaam 6.195 49.253 7,95
8 Potaro-Siparuni 20.051 10.095 0,50
9 Upper Demerara-Berbice 17.040 41.112 2,41
10 Upper Takutu-Upper Essequibo 57.750 19.387 0,34
Guyana 214.999 751.223 3,49

StädteBearbeiten

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Georgetown 32.563 Einwohner, Linden 29.521 Einwohner, New Amsterdam 17.526 Einwohner und Corriverton 13.079 Einwohner.

Die Agglomeration Georgetown hatte bei der Volkszählung 1991 noch 151.679 Einwohner, bei der letzten Volkszählung am 15. September 2002 waren es nur noch 137.330. Damit konzentrieren sich rund 20 Prozent der Menschen des Landes in der Hauptstadtregion.

Siehe auch: Liste der Städte in Guyana

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Traktor auf einem Reisfeld in Khirsah

Guyana lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Bergbau. Das Land besitzt eines der weltgrößten Vorkommen an Bauxit, seinem wichtigsten Exportprodukt. Exportiert werden weiterhin Gold, Manganerze, Diamanten, Zucker, Reis, Garnelen, Rum und Holz.

Von den wichtigsten Flüssen des Landes ist allein der Demerara River bis in die Minengebiete hinein für Erzschiffe befahrbar. Die anderen Ströme, der Essequibo und seine größten Zuflüsse Rupununi, Potaro (mit den Kaieteur-Fällen), Mazaruni und Cuyuni, sind ebenfalls wichtige Erschließungsadern von der Küste ins Landesinnere. Sie sind jedoch von zahlreichen Stromschnellen und Wasserfällen durchzogen. Zur Umgehung von schwer befahrbaren Stromschnellenstrecken wurden von den Endpunkten der Flussschifffahrt aus Pisten gebaut. Weitere Straßen gibt es – neben den wenigen heute nur noch für den Güterverkehr benutzten Eisenbahnlinien – von der Küste bis in die Bauxit-Abbaugebiete von Linden am Demerara River und von Berbice am Berbice River in Ost Guyana. Im Zuckerrohr-Anbaugebiet der Küstenebene nutzt man das Kanalnetz durch die Zuckerrohrfelder – anstelle schwierig zu unterhaltenden Straßen -, um auf Lastkähnen, die aneinandergebunden sind und vom Ufer aus von Traktoren gezogen werden, die Zuckerrohrernte zu den Fabriken zu ziehen.

Weitere Verbindungen mit dem Landesinneren bestehen über Fußwege, die Binnenschifffahrt und kleine Flugplätze. Entlang der Küstenebene führt eine asphaltierte Straße von Corriverton am Ufer des Corantijn, dem Grenzfluss zu Suriname, über New Amsterdam und Georgetown bis Charity an der Nordküste. Die größeren Flüsse werden dabei mit Fähren überquert.

Ein internationaler Flughafen konnte 40 km südlich von Georgetown angelegt werden, weil sich erst hier im Hügelland fester Baugrund fand.

Guyana ist ein Gründerstaat und Mitglied der CARICOM, die seit 1973 besteht.

WährungBearbeiten

Der Guyana-Dollar wird nach ISO 4217 mit GYD abgekürzt.

Der Guyana-Dollar ist außerhalb des Landes nicht verwertbar und unterliegt einer relativ starken Inflation. Der kleinste Geldschein hat einen Nennwert von 20 GYD, der größte einen von 1.000 GYD. Der 5.000-GYD Schein wurde wegen Sicherheitsbedenken nicht gedruckt. Im Juli 2010 erhielt man für 1 EUR umgerechnet 264,00 GYD. Kreditkarten werden nur von größeren Geschäften und Banken akzeptiert. Das Konto wird dabei in US-Dollar belastet.

StaatshaushaltBearbeiten

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 596,9 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 493,7 Mio. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 8,6 % des BIP.[8]

Die Staatsverschuldung betrug 2007 ca. 470 Mio. US-Dollar oder ca. 48 % des BIP.[9]

2006 betrug der Anteil folgender Bereiche an den Staatsausgaben (in % des BIP):

KulturBearbeiten

Der Großteil der Guyaner stammt ursprünglich aus Indien, daher ist die Kultur Guyanas heute vor allem vom Hinduismus und anderen indischen Traditionen geprägt.

MedienBearbeiten

  • Guyana Chronicle, staatliche Tageszeitung (Auflage ca. 40.000)
  • Stabroek News, unabhängige Wochenzeitung (Auflage ca. 29.000)
  • Mirror, Parteiwochenzeitung PPP (Auflage ca. 20.000)
  • New Nation, Parteiwochenzeitung PNC (Auflage ca. 12.500)
  • Catholic Standard, Wochenzeitung (Auflage ca. 9.000)
  • Guyana Broadcasting Corporation (staatlich)
  • Private Kabelfernsehkanäle mit Sendezeiten für Regierungsprogramme[11]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Guyana – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Guyana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Guyana – geographische und historische Karten
 Wikivoyage: Guyana – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Veröffentlichung der Volkszählung 2002 durch das Amt für Statistik in Guyana, siehe: http://www.statisticsguyana.gov.gy/
  2. International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2008
  3. Human Development Index, abgerufen am 10. Oktober 2013
  4. Der Fischer Weltalmanach 2010, Frankfurt 2009, S. 240.
  5. Ergebnisse Census 2002, siehe: PDF
  6. Tanner, Hans: Südamerika, Band 2, Atlantikstaaten, Georg Westermann Verlag, Braunschweig 1980, ISBN 3-14-509092-5, S. 223f.
  7. Quelle: Bureau of Statistics Guyana
  8. a b c The World Factbook
  9. EconomyWatch – Economy, Investment & Finance Reports
  10. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.
  11. wichtigste Medien, Veröffentlichung des Auswärtigen Amtes, siehe

5.7333333333333-59.316666666667Koordinaten: 6° N, 59° W








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