Hohe Pforte

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Dieser Artikel erläutert die Bezeichnung von Eingangspforten im islamischen Orient; das Stadttor der Stadt Quakenbrück siehe Hohe Pforte (Quakenbrück).
Bâb-ı-âlî zu Osmanischen Zeiten.
Babıali 2006

Die Hohe Pforte (ursprünglich osmanisch ‏پاشا قاپوسى‎, İA Paşa ḳapusı, später osmanisch ‏باب عالی‎, İA Bāb-ı ʿĀlī, selten auch ‏باب اصفی‎ / Bāb-ı Āṣefī) war ursprünglich im arabischen Sprachraum die allgemeine Bezeichnung der Eingangspforte zu Städten und königlichen Palästen. Später wurde sie insbesondere auf den Sultanspalast in Istanbul bezogen und zum Synonym für den Sitz der osmanischen Regierung.

Die Bezeichnung rührt daher, dass an den Toren von Städten oder Herrscherpalästen nach alter orientalischer Sitte die Empfangszeremonien für ausländische Botschafter und Gesandte abgehalten wurden. Die Wache an der Hohen Pforte wurde im Osmanischen Reich durch die Kapıkulu gestellt, eine spezielle Infanterieeinheit der osmanischen Armee.

Von 1718 bis 1922 wurde der Begriff zur Bezeichnung des Sitzes des osmanischen Großwesirs beziehungsweise der osmanischen Regierung (Diwan) verwendet. Während langer Perioden des Reiches ging die eigentliche politische Macht von hier aus, und nicht vom Hof des Sultans (Yıldız Köşkü). So sagte man von ausländischen Botschaftern in Konstantinopel, sie seien „an der Hohen Pforte“ akkreditiert.

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