Karl Marx (Komponist)

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Karl Marx (* 12. November 1897 in München; † 8. Mai 1985 in Stuttgart) war ein deutscher Komponist und Musikpädagoge.

Karl Marx wurde 1897 als Sohn des Obersteuersekretärs Josef Marx und dessen Ehefrau Emilie, geb. Eheberg in München geboren.[1] Zunächst studierte er Naturwissenschaften, später Komposition unter anderem bei Carl Orff und Siegmund von Hausegger. 1929 wurde er Lehrer für Tonsatz an der Akademie der Tonkunst, München. Von 1939 bis 1945 lehrte er am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium in Graz, komponierte Musik für nationalsozialistische Feiern und Lieder für die Hitlerjugend[2]. Nach Fred K. Prieberg kam es nach dem Tod des aus Graz stammenden österreichischen Komponisten Joseph Marx 1964 gelegentlich zu Verwechslungen zwischen beiden. Von 1946 bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Komposition an der Musikhochschule Stuttgart.

Er verfasste Orchesterwerke, Instrumentalkonzerte, Kammermusik, Klaviermusik, Orgelwerke, Kantaten, zahlreiche Chorwerke und Lieder auf Texte deutschsprachiger Dichter. Ein besonderes Anliegen waren ihm seine Kompositionen für Jugendmusik, die zu seiner Zeit großen Anklang fanden.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Rilke-Gesänge, op. 1, op. 6 und op. 11 für gemischten Chor
  • Konzert für Bratsche und Orchester, Op. 10, 1930?
  • Drei Chöre, op. 46 nach Fritz Diettrich
  • Heitere Verse, op. 54 nach Wilhelm Busch und Eugen Roth
  • Raube das Licht aus dem Rachen der Schlange, op. 57, Kantate nach Hans Carossa für Bariton-Solo, gemischten Chor und Orchester
  • Und endet doch alles in Frieden, Kantate nach Worten aus dem Hyperion von Friedrich Hölderlin für Soli, Chor und Orchester
  • Jeden Morgen geht die Sonne auf, Melodie zu einem Liedtext von Hermann Claudius.

LiteraturBearbeiten

  • Art. Marx, Karl Julius, in: Kürschners Deutscher Musiker-Kalender 1954. Walter de Gruyter & Co, Berlin 1954, Sp. 797-799.
  • Gudrun Straub, Günther Weiß, Josef Friedrich Doppelbauer: Karl Marx (mit Werkverzeichnis u. Diskographie S.133-152). Tutzing 1983. ISBN 3-7952-0403-8.
  • Berthold Fellmann: Marx, Karl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16, Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 344–346 (Digitalisat).

DokumenteBearbeiten

Briefe von Karl Marx befinden sich im Bestand des Leipziger Musikverlages C. F. Peters im Staatsarchiv Leipzig.

WeblinksBearbeiten

NachweiseBearbeiten

  1. Art. Marx, Karl Julius, in: Kürschners Deutscher Musiker-Kalender 1954. Walter de Gruyter & Co, Berlin 1954, Sp. 797.
  2. Michael H. Kater: Die mißbrauchte Muse. Musiker im Dritten Reich. Piper, München 2000, ISBN 3-492-23097-0.







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