Portland Trail Blazers

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Portland Trail Blazers
Logo der Portland Trail Blazers
Gründung 1970
Geschichte Portland Trail Blazers
seit 1970
Stadion Moda Center
Standort Portland, Oregon
Vereinsfarben Rot, Schwarz, Silber, Weiß
                   
Liga NBA
Conference Western Conference
Division Northwest Division
Cheftrainer Terry Stotts
Kapitän LaMarcus Aldridge
General Manager Neil Olshey
Besitzer Paul Allen
Farmteams Idaho Stampede
Meisterschaften 1 (1977)
Conferencetitel 3 (1977, 1990, 1992)
Divisiontitel 4 (1978, 1991, 1992, 1999)

Die Portland Trail Blazers sind eine Mannschaft der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Ursprünglich trug das Franchise seine Heimspiele im Portland Memorial Coliseum aus, seit 1995 im Moda Center in Portland, Oregon.

Das Team kam bisher dreimal in die Finals der Playoffs und gewann dabei die NBA-Meisterschaft (Larry O’Brien NBA Championship Trophy) einmal im Jahr 1977.

GeschichteBearbeiten

Center Arvydas Sabonis im Trikot der Blazers
Power Forward LaMarcus Aldridge

Am 6. Februar 1970 wurden die Trail Blazers in die NBA aufgenommen, nachdem sie 3,7 Millionen US-Dollar dafür bezahlt hatten. Im selben Jahr kamen die Buffalo Braves, die (Los Angeles Clippers) und die Cleveland Cavaliers in die Liga.

Im Jahr 1977 besiegten die Blazers im Finale die Philadelphia 76ers mit 4:2, nachdem Philadelphia nach zwei Spielen 2:0 geführt hatte. Einen 0:2-Rückstand in einem NBA-Finale zu drehen war bisher erst wenigen Vereinen geglückt.

Im Jahr 1984 hatten die Blazers den zweiten Draftpick und wählten damit Sam Bowie und nicht Michael Jordan, den die Chicago Bulls nach ihnen wählten. Dies wurde später von vielen Kritikern als größte Fehlentscheidung beim Draft aller Zeiten eingestuft.

1988 kaufte der Milliardär Paul Allen den Verein und das Team kam in den Jahren 1990 und 1992 in die Finals der Playoffs, verlor 1990 gegen die Detroit Pistons und 1992 gegen die Chicago Bulls.

1995 verließen die Blazers das alte Portland Memorial Coliseum und spielten ab diesem Zeitpunkt in der neuen Rose Garden Arena (heute: Moda Center). Die Trail Blazers hatten um die Jahrtausendwende eine der talentiersten Mannschaften überhaupt und waren nahe am NBA-Titel dran. In den Jahren 1999 und 2000 erreichten Portland die Conference-Finals, in denen sie an den San Antonio Spurs beziehungsweise Los Angeles Lakers scheiterten. In den drei darauffolgenden Saisons schieden die Blazers in der ersten Playoffrunde aus. Zur gleichen Zeit gerieten diverse Portland-Spieler mit dem Gesetz in Konflikt, was der Mannschaft den zweifelhaften Spitznamen Jailblazers einbrachte. Leistungsträger wie Rasheed Wallace, Bonzi Wells und Damon Stoudamire, aber auch Bankspieler wie Ruben Patterson oder Qyntel Woods waren involviert. Anschließend wurde mehrmals das halbe Team ausgetauscht. Zwischen 2003 und 2008 erreichte die früher so erfolgreiche Franchise kein einziges Mal mehr die Playoffs.

Im Jahr 2005 ging das Rose Garden Stadion aufgrund des Bankrotts der Oregon Arena Corporation an einige Investmentfirmen. 2007 kaufte Paul Allen das Stadion erneut, nachdem der damalige Manager gefeuert worden war.

Beim NBA-Draft 2006 holten sich die Blazers via Trades die Collegestars LaMarcus Aldridge von den Chicago Bulls und Brandon Roy von den Minnesota Timberwolves. Beide Spieler etablierten sich schnell zu Schlüsselspielern in der Rotation. Roy gewann die Auszeichnung des Rookie Of The Year. Trotzt Steigerung der Bilanz verpassten die Trail Blazers die Playoffs.

Die Blazers gewannen die Draftlottery zum NBA-Draft 2007. Damit hatten sie das Erstrecht bei der jährlichen Talentewahl. Die Wahl fiel auf Greg Oden, der als eines der größten Centertalente der letzten zehn Jahre galt. Jedoch verletzte sich Oden vor Beginn des ersten Saisonspiels und fiel die gesamte Saison aus. Die Blazers konnten den Ausfall gut kompensieren. Durch die Leistungssteigerungen von Roy, Aldridge, Travis Outlaw und Martell Webster konnten sie erneut die Bilanz verbessern, jedoch scheiterte die Blazers knapp an der Playoffsqualifikation.

Mit einem wiedergenesenen Oden starteten die Mannschaft aus Oregon mit viel Vorschusslorbeeren in die neue Saison. Zum ersten Mal nach fünf Jahren erreichten sie die Playoffs, jedoch kamen sie über die erste Runde nicht hinaus. Die Saison 2009/10 begannen die Blazers vielversprechend, ehe sich Greg Oden am 5. Dezember 2009 die Kniescheibe brach und bis heute (Stand 16. Dezember 2011) nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehrte. Die Blazers erreichten erneut die Playoffs, mussten jedoch auf Brandon Roy verzichten, der zuvor eine schwere Verletzung am rechten Knie erlitten hatte. Entsprechend folgte wieder das Aus in der ersten Runde.

Als Ersatz für den verletzten Roy verpflichteten die Blazers Wesley Matthews von den Utah Jazz. Trotz des Ausfalls von Oden und des körperlich stark eingeschränkten Roy konnten die Blazers erneut die Playoffs erreichen. Dies war vor allem den Leistungsexplosionen von Aldridge und Matthews geschuldet sowie der Verpflichtung von Gerald Wallace.

Im Juni 2011 konnten die Blazers Point Guard Raymond Felton von den Denver Nuggets verpflichten. Nachdem ein Lockout in der NBA im Dezember beendet werden konnte, erklärte Brandon Roy, aufgrund von anhaltenden Knieproblemen, seinen Rücktritt vom Profibasketballsport. Die Blazers reagierten darauf und verpflichteten Jamal Crawford von den Atlanta Hawks. Mitte März 2012 wurde Greg Oden entlassen und mit ihm Trainer Nate McMillan. Kaleb Canales übernahm McMillans Aufgaben bis auf weiteres. Außerdem trennten sie sich von Marcus Camby und Gerald Wallace. Für Camby kamen Hasheem Thabeet und Jonny Flynn von den Houston Rockets und für Wallace Mehmet Okur und Shawne Williams von den New Jersey Nets. Williams und Okur absolvierten jedoch kein einziges Spiel für die Blazers.

Die Blazers erreichten die Playoffs 2012 nicht. Im Sommer 2012 verließen Raymond Felton und Jamal Crawford die Mannschaft. Über den NBA-Draft 2012 verstärkten sie sich mit den Lotterypicks Damian Lillard und Meyers Leonard. Ebenso verpflichteten die Blazers die Europäer Victor Claver und Joel Freeland, dessen Rechte sie sich in den vorherigen Drafts sicherten. August 2012 wurde mit Terry Stotts zudem ein neuer Headcoach vorgestellt. Im Vergleich zur Vorsaison erreichten die Trail Blazers zwar eine deutlich bessere Bilanz, eine Qualifikation für die Playoffs gelang in der Saison 2012/13 nicht. Lillard wurde für seine Leistung zum Rookie of the Year ernannt und ist damit nach Geoff Petrie, Sidney Wicks und Brandon Roy der vierte Blazer, der diese Auszeichnung entgegengenommen hat.

Aktueller KaderBearbeiten

Kader der Portland Trail Blazers in der Saison 2013/14 (Stand: 31. Oktober 2013)
Spieler
Nr. Nat. Name Position Geburt Größe Info College
0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Damian Lillard Guard 15.07.1990 191 cm C Weber State
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dorell Wright Forward 02.12.1985 206 cm South Kent HS (CT)
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wesley Matthews Guard 14.10.1986 196 cm Marquette
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten CJ McCollum Guard 19.09.1991 191 cm R Lehigh
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dee Bost Guard 12.10.1989 188 cm R Mississippi State
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Will Barton Guard 04.09.1988 198 cm Memphis
11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meyers Leonard Center 27.02.1992 216 cm Illinois
12 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten LaMarcus Aldridge Forward 19.07.1985 211 cm C Texas
17 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Earl Watson Guard 12.06.1979 185 cm UCLA
18 SpanienSpanien Víctor Claver Forward 30.08.1988 208 cm Spanien
19 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Joel Freeland Forward 07.02.1987 208 cm England
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Richard Howell Forward 26.09.1990 203 cm R North Carolina State
23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Allen Crabbe Guard 04.04.1992 198 cm R California
25 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mo Williams Guard 19.12.1982 185 cm Alabama
33 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten EJ Singleton Forward 06.06.1990 198 cm R Oregon
41 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Thomas Robinson Forward 17.03.1991 208 cm Kansas
42 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robin Lopez Center 08.04.1988 213 cm Stanford
88 FrankreichFrankreich Nicolas Batum Forward-Guard 14.12.1988 203 cm Frankreich
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Terry Stotts Cheftrainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kaleb Canales Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jay Triano Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Vanterpool Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kim Hughes Co-Trainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dale Osbourne Co-Trainer
Legende
Abk. Bedeutung
Nr. Trikotnummer
Nat. Nationalität
C Mannschaftskapitän
R Rookie
IR Injured Reserve

Ehrungen und nennenswerte LeistungenBearbeiten

Clyde Drexler spielte von 1984 bis 1994 in Portland
zurückgezogene Trikotnummern
Nr. Nat. Name Position Zeit
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Larry Weinberg Teamgründer und ehemaliger Besitzer 1970–1988
13 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Twardzik Guard 1976–1980
14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lionel Hollins Guard 1975–1980
15 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Larry Steele Guard 1971–1980
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maurice Lucas Forward 1976–1980 und 1987/88
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Clyde Drexler Guard 1984–1994
30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Gross Forward 1975–1982
30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Terry Porter Guard 1985–1995
32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bill Walton Center 1974–1978
36 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lloyd Neal Center 1972–1979
45 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Geoff Petrie Guard 1970–1976
77 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dr. Jack Ramsay Trainer (1977 Jahr der einzigen Meisterschaft) 1976–1986
Spieler der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame
Nat. Name Position Zeit
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Clyde Drexler Guard 1983–1995
KroatienKroatien Dražen Petrović Guard 1989–1991
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bill Walton Center 1974–1979
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lenny Wilkens Guard
Trainer
1974/75
1974–1976
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dr. Jack Ramsay Trainer 1976–1986
Bekannte ehemalige Spieler
Name aktueller Verein
Maurice Lucas † 2010
Shawn Kemp Karriere beendet
Jerome Kersey Karriere beendet
Scottie Pippen Karriere beendet
Terry Porter Karriere beendet
Isaiah Rider Karriere beendet
Clifford Robinson Karriere beendet
Arvydas Sabonis Karriere beendet
Detlef Schrempf Karriere beendet
Steve Smith Karriere beendet
Damon Stoudamire Karriere beendet
Rod Strickland Karriere beendet
Rasheed Wallace Karriere beendet
Brandon Roy Karriere beendet
Greg Oden Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami Heat

StatistikenBearbeiten

Trainer
Name Zeit
Rolland Todd 1970–1972
Stu Inman 1972 als Interimstrainer
Jack McCloskey 1972–1974
Lenny Wilkens 1974–1976
Dr. Jack Ramsay 1976–1986
Mike Schuler 1986–1989
Rick Adelman 1989 als Interimstrainer und 1989–1994
PJ Carlesimo 1994–1997
Mike Dunleavy 1997–2001
Maurice Cheeks 2001–2005
Kevin Pritchard 2005 als Interimstrainer
Nate McMillan 2005–2012
Kaleb Canales 2012 als Interimstrainer
Terry Stotts 2012–heute
Saison für Saison
Jahr Siege:Niederlagen Siege [%] Play-offs
1970/71 29:53 35,4 nicht in den Play-offs
1971/72 18:64 22,0 nicht in den Play-offs
1972/73 21:61 25,6 nicht in den Play-offs
1973/74 27:55 32,9 nicht in den Play-offs
1974/75 38:44 46,3 nicht in den Play-offs
1975/76 37:45 45,1 nicht in den Play-offs
1976/77 49:33 59,8 NBA-Meister mit 4:2 im NBA-Finale gegen die Philadelphia 76ers
1977/78 58:24 70,7 2:4 im Conference-Halbfinale gegen die Seattle SuperSonics
1978/79 45:37 54,9 1:2 in der 1.Runde gegen die Phoenix Suns
1979/80 38:44 46,3 1:2 in der 1.Runde gegen die Seattle SuperSonics
1980/81 45:37 54,9 1:2 in der 1.Runde gegen die Kansas City Kings
1981/82 42:40 51,2 nicht in den Play-offs
1982/83 46:36 56,1 1:4 im Conference-Halbfinale gegen die Los Angeles Lakers
1983/84 48:38 58,5 2:3 in der 1.Runde gegen die Phoenix Suns
1984/85 42:40 51,2 1:4 im Conference-Halbfinale gegen die Los Angeles Lakers
1985/86 40:42 48,9 1:3 in der 1.Runde gegen die Denver Nuggets
1986/87 49:33 59,8 1:3 in der 1.Runde gegen die Houston Rockets
1987/88 53:29 64,6 1:3 in der 1.Runde gegen die Utah Jazz
1988/89 39:43 47,6 0:3 in der 1.Runde gegen die Los Angeles Lakers
1989/90 59:23 72,0 1:4 im NBA-Finale gegen die Detroit Pistons
1990/91 63:19 76,8 2:4 im Conference-Finale gegen die Los Angeles Lakers
1991/92 57:25 69,5 2:4 im NBA-Finale gegen die Chicago Bulls
1992/93 51:31 62,2 1:3 in der 1.Runde gegen die San Antonio Spurs
1993/94 47:35 57,3 1:3 in der 1.Runde gegen die Houston Rockets
1994/95 44:38 53,7 0:3 in der 1.Runde gegen die Phoenix Suns
1995/96 44:38 53,7 2:3 in der 1.Runde gegen die Utah Jazz
1996/97 49:33 59,8 1:3 in der 1.Runde gegen die Los Angeles Lakers
1997/98 46:36 56,1 1:3 in der 1.Runde gegen die Los Angeles Lakers
1998/99 35:15 70,0 0:4 im Conference-Finale gegen die San Antonio Spurs
1999/00 59:23 72,0 3:4 im Conference-Finale gegen die Los Angeles Lakers
2000/01 50:32 61,0 0:3 in der 1.Runde gegen die Los Angeles Lakers
2001/02 49:33 59,8 0:3 in der 1.Runde gegen die Los Angeles Lakers
2002/03 50:32 61,0 3:4 in der 1.Runde gegen die Dallas Mavericks
2003/04 41:41 50,0 nicht in den Play-offs
2004/05 27:55 32,9 nicht in den Play-offs
2005/06 21:61 25,6 nicht in den Play-offs
2006/07 32:50 39,0 nicht in den Play-offs
2007/08 41:41 50,0 nicht in den Play-offs
2008/09 54:28 65,8 2:4 in der 1.Runde gegen die Houston Rockets
2009/10 50:32 61,0 2:4 in der 1.Runde gegen die Phoenix Suns
2010/11 48:34 58,5 2:4 in der 1.Runde gegen die Dallas Mavericks
2011/12 28:38 42,4 nicht in den Play-offs
2012/13 33:49 40,2 nicht in den Play-offs
Gesamt 1842:1636 52,9 95:111 in den Play-offs (46,11 %)

WeblinksBearbeiten








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