Sagard
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Rügen | |
| Amt: | Nord-Rügen | |
| Höhe: | 26 m ü. NN | |
| Fläche: | 27,93 km² | |
| Einwohner: |
2464 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 88 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18551 | |
| Vorwahl: | 038302 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VR, GMN, NVP, RDG, RÜG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 73 078 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Ernst-Thälmann-Straße 37 18551 Sagard |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Aenne Sahr (Die Linke) | |
| Lage der Gemeinde Sagard im Landkreis Vorpommern-Rügen | ||
Sagard ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist gleichzeitig Sitz des am 1. Januar 2005 neu gebildeten Amtes Nord-Rügen, zu dem weitere sieben Gemeinden gehören.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie und VerkehrBearbeiten
Sagard liegt rund 16 Kilometer nordöstlich von Bergen auf Rügen und sieben Kilometer westlich von Sassnitz auf der Halbinsel Jasmund. Die B 96 führt an der Ortschaft vorbei. Hier zweigt die L 30 Richtung Altenkirchen auf der Halbinsel Wittow ab. Die Gemeinde verfügt über einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Stralsund–Sassnitz, von dem aus Züge der RE-Linie 9 stündlich nach Sassnitz sowie in der Gegenrichtung nach Lietzow, Stralsund und im Zwei-Stundentakt nach Rostock fahren. Sagard grenzt an den Nationalpark Jasmund. Im Südwesten grenzt die Gemeinde an den Großen Jasmunder Bodden.
GemeindegliederungBearbeiten
Folgende Ortsteile gehören zu Sagard:
- Groß Volksitz
- Gummanz
- Marlow
- Neuhof
- Polkvitz
- Quatzendorf
- Sagard
- Wostevitz
- Neddesitz
- In Neddesitz befindet sich seit den 1990er Jahren die Jasmar-Therme sowie eine große Ferien- und Hotelanlage des Jasmar Resort Rügen. Ein nahe Neddesitz gelegener Kreidebruch wurde vom 19. Jahrhundert bis 1954 betrieben.
- Der Ortsname kommt aus dem slawischen Nedasici und bedeutet Leute des Nedas.
GeschichteBearbeiten
Sagard wird erstmals im Jahr 1250 als Zagard erwähnt. Der Name der Gemeinde Sagard stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie Einfriedung oder Burgort. Dies deutet auf den ehemals hier befindlichen aber eingeebneten slawischen Burgwall aus dem 12. Jahrhundert hin.
Seit dem Jahr 1750 gab es schon Anfänge eines Kurbetriebes. Im Jahr 1795 eröffnete der Pastor Heinrich Christoph von Willich mit seinem Bruder, dem Landarzt Dr. Moritz von Willich, eine Brunnen-, Bade- und Vergnügungsanstalt. Der Badebetrieb erfolgte bis etwa 1830. Heute erinnert die Historische Parkanlage Brunnenaue an den damaligen idyllischen Kurpark mit seinen Promenaden, Brunnen- und Badehäusern.
Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Sagard ein Teil von Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1815 kam Sagard als Teil von Neuvorpommern zur preußischen Provinz Pommern.
Seit 1818 gehörte Sagard zum Kreis bzw. Landkreis Rügen. Nur in den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Bergen zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im selben Jahr Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im Landkreis Vorpommern-Rügen auf.
Seit 1991 wurde der historische Ortskern im Rahmen der Städtebauförderung saniert; das Stadtbild hat sich dadurch verbessert.
PolitikBearbeiten
WappenBearbeiten
Das Wappen wurde Ende 1988/Anfang 1989 von der Gemeindevertretung angenommen und unter der Nr. 11 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „In Blau über einer erniedrigten goldenen Spitze, darin drei (1:2) blaue Bügelkronen, zwischen zwei seitlich leicht gebogenen goldenen Ähren ein silberner Brunnentempel.“
Das Wappen wurde von der Sagarderin Aenne Sahr gestaltet.
SehenswürdigkeitenBearbeiten
→ Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Sagard
- Backsteinkirche St. Michael aus dem 13. Jahrhundert
- der Dobberworth, ein bronzezeitliches Hügelgrab
- die Brunnenaue, ehemaliges Kurgebiet mit eisenhaltigen Quellen
- aufgelassene Kreidebrüche bei Quoltitz
- Martinshafen in Sagard
TriviaBearbeiten
Am 25. Juni 1975 stürzte unweit des Ortes eine MiG-21M gegen 17.28 Uhr nach Orientierungsverlust des Piloten ab. Der Pilot, Oberleutnant Konrad Ritter, konnte sich noch katapultieren, verstirbt jedoch.[2]
EinzelnachweiseBearbeiten
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ [1]
WeblinksBearbeiten
Offizielle Internetseite von Sagard
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