Studentenverbindung

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Dieser Artikel erläutert die Studentenverbindungen in deutschsprachigen Ländern. Zu anderen Bedeutungen siehe Studentenverbindung (Begriffsklärung).
Landesvater der deutschen Studenten in Prag (1900)

Eine Studentenverbindung (auch Korporation) ist ein Verband von Studenten und Alumni einer Hochschule, der Brauchtum und gewachsene Traditionen pflegt.[1] Die Vielfalt der Verbindungen und ihrer Korporationsverbände ist immens und auch für Korporierte nicht zu übersehen. Gemeinsame Merkmale der Verbindungen im deutschsprachigen Raum sind allenfalls der Convent und der Lebensbund.[2] Studentenverbindungen in nicht-deutschsprachigen Ländern pflegen teilweise ganz andere Traditionen. In Deutschland litten Studentenverbindungen in ihrer Organisationsform besonders unter dem Nationalsozialismus, einen starken Ansehensverlust erlitten sie im Zuge der 68er-Bewegung.

In Österreich und der Schweiz bezeichnen sich auch einige Schülerverbindungen als Studentenverbindung.

ÜberblickBearbeiten

Kösener Corpsstudenten (2011)

In Studentenverbindungen gestalten Studenten ihre Studienzeit in einer organisierten Gemeinschaft, der aktive wie nicht aktive Mitglieder lebenslang verbunden bleiben.[1] Zudem ist das Conventsprinzip, ein Organisationskonzept geprägt von Autonomie und basisdemokratischer Entscheidungsfindung, eine wichtige Gemeinsamkeit aller studentischen Korporationen.[3]

Studentenverbindungen sind in der Regel in der Rechtsform des nicht eingetragenen Vereins organisiert.[4] So gibt es etliche Studentenverbindungen, die vom Namen her zwar Vereine sind, trotzdem aber zu den Studentenverbindungen gezählt werden. Neben dem Lebensbundprinzip und dem Conventsprinzip ist auch das Vorhandensein von Comments – traditionellen Regelwerken für verschiedene Bereiche des Zusammenlebens – ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung zwischen Studentenverbindungen und -vereinen.

Ein Ziel des Lebensbundes ist es, Kontakte und Freundschaften zwischen den Generationen zu ermöglichen, die der Vernetzung dienen. Bei den meisten Verbindungen duzen sich alle Mitglieder unabhängig von ihrem Alter und beruflichen Status ohne besondere Vereinbarung von dem Moment an, in dem ein Student als „Fuchs“ der Verbindung beitritt. Studentische Verbindungen stellen ein äußerst einflussreiches und weit verzweigtes Netzwerk dar, welches es den Mitgliedern ermöglicht, Unterstützung zu erfahren und beruflich schnell aufzusteigen. Das Lebensbundprinzip, d.h. die lebenslange Mitgliedschaft, trägt dabei maßgeblich dazu bei, dass solche Netzwerke von beständiger Dauer sind.[5]

Vor dem Erreichen des ersten akademischen Abschlusses sind studentische Mitglieder Teil der sogenannten Aktivitas. Diese organisiert in der Regel im Rahmen ihres Semesterprogramms selbstverantwortlich Veranstaltungen: wissenschaftliche Weiterbildungen (Studium generale), Feste und Feiern, je nach Ausrichtung aber auch sportliche und musische Aktivitäten in der Freizeit, bzw. allgemein die Pflege des gesellschaftlichen Lebens, dazu gehört auch die Pflege von Studentenliedern. Bei vielen traditionsorientierten, schlagenden Verbindungen ist das akademische Fechten, die Mensur, ein fester Bestandteil ihres Gemeinschaftslebens.[6] Die Mehrzahl der deutschen Verbindungen ist heute nicht schlagend. Die übrigen erwarten die sogenannte Mensur entweder von jedem Mitglied (pflichtschlagend) oder stellen sie ihm frei (fakultativ schlagend).

Nach dem Studium folgt die Philistrierung: Fortan ist man in der Korporiertensprache „Alter Herr“ oder „Alte bzw. Hohe Dame“ und gehört zu einer von der Aktivitas verschiedenen, eigenen Organisationsstruktur: dem Philisterium. Dieses unterstützt aus seinen Mitgliedsbeiträgen unter anderem die Verbindung finanziell; es hat in der Regel die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e. V.).

Das Brauchtum vieler Verbindungen entstand oft vor dem 19. Jahrhundert und stammt großenteils aus einer besonderen studentischen Kultur und Lebensweise, die seit dem Mittelalter bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts für alle Studenten üblich war.[7] Ab etwa 1850 entwickelte sich daraus die Kultur der Studentenverbindungen, in der alte, in weiten Teilen der Studentenschaft vergessene ausgeprägte Traditionen konserviert wurden. Dazu gehört bei vielen Verbindungen das Tragen von Farben, dem sogenannten Couleur, in Form von Studentenmützen oder Bändern. Andere tragen diese nicht, sondern führen bei Zusammenkünften nur ihre farbigen Studentenwappen und Fahnen mit (farbenführend im Gegensatz zu farbentragend). Wieder andere verzichten selbst darauf (schwarze Verbindungen). Im frühen 20. Jahrhundert führte die Jugendbewegung zu Erneuerungsbestrebungen auch im Verbindungsleben.[8] Sprachliche Besonderheiten der Burschensprache haben teilweise auch den Weg in den Mainstream gefunden, manche sind bis heute auf den internen Gebrauch beschränkt. Die meisten Verbindungen nehmen traditionell nur Männer auf. 1899 wurden die ersten Damenverbindungen gegründet, die nach 1945 aber allesamt nicht wieder Fuß fassen konnten. Um das Jahr 1970 wurden die ersten bis dahin rein männlichen Verbindungen durch die Aufnahme von Frauen in „gemischte Verbindungen“ umgewandelt. Erst seit den 1980er Jahren gibt es auch wieder rein weibliche Studentenverbindungen; ihre Zahl hat seit 2000 stark zugenommen.[9]

Ihre weiteste Verbreitung fanden Studentenverbindungen zur Zeit des deutschen Kaiserreiches, wo in größeren Universitätsstädten wie Berlin 25 % aller Studenten, in kleinen Universitätsstädten wie Bonn bis zu 60 % aller Studenten in Verbindungen organisiert waren.[10]

Etwa 10 bis 15 % der deutschen Studentenverbindungen, vor allem Burschenschaften, halten auf ihren Häusern Veranstaltungen zur politischen Bildung ab. Im Mittelpunkt stehen hierbei vor allem Fragen der deutschen Einheit, des deutschen Volkstums, der deutschen Nation und der Freiheit. Bei österreichischen Verbindungen wird über die Republik Österreich in der Europäischen Union diskutiert.

1984 gehörten in der Bundesrepublik Deutschland etwa 2 bis 3 % aller Studenten einer Verbindung an. Damals bezeichneten sich etwa 170.000 bis 200.000 studierende oder berufstätige Personen in Westdeutschland und Österreich als „Verbindungsstudenten“.[11] Die Hochschulorte mit den meisten aktiven Verbindungen in Deutschland sind München (84 Verbindungen), Berlin (63), Bonn (51), Göttingen (42) und Aachen (42), in Österreich sind das Wien (118), Graz (43) und Innsbruck (42), in der Schweiz Zürich (26), Genf (20) und St. Gallen (18).

VerbindungsartenBearbeiten

Verbindungsform Ausprägung[Leg. 1] Dachverbände Anzahl der Verbindungen
(ohne freie Verbindungen)
Katholische Studentenverbindungen ft, ns CV, RKDB, ÖCV, TCV, StV, KÖL, historisch: KDV 276
Corps ft, ps KSCV, WSC 161
Burschenschaften ft, ps/fs DB, DBÖ, CDC, NeueDB, SK 158
Katholische Studentenvereine ff, ns KV, UV, ÖKV 126
Landsmannschaften ft, ps CC, ÖLTC 73
Damenverbindungen ft/ff, ns VCS, VfM, teilweise organisiert in SV, SB und UV ca. 70
Christliche Studentenverbindungen meist ft, ns Schwarzburgbund, Wingolfsbund, Wartburg-Kartell 61
Sängerschaften und Akademische Musikverbindungen ft/ff, fs/ns Weimarer CC und SV 44
Akademische Turnverbindung bzw. akad. Turnvereine ff, ns ATB, ATBÖ 41
Vereine Deutscher Studenten ff, ns VVDSt – KV 40
Turnerschaften ft, ps/fs CC und MK 34
Ferialverbindungen (an Orten ohne eigene Universität) ft, ps/ns Freistädter DC, Waidhofener Kartell 34
Jagdverbindungen ft, ps/fs WJSC und KAJC 17
Schwarze Verbindungen ff, schw, fs/ns Miltenberger Ring (MR), Miltenberg-Wernigeroder Ring (MWR) und verbandsfreie Verbindungen 17

Legende:

  1. ft = farbentragend; ff = farbenführend (also nicht farbentragend); schw = schwarz (hat keine Farben); ps = pflichtschlagend; fs = fakultativ schlagend; ns = nichtschlagend

Darüber hinaus gibt es Studentische Forstverbindungen und Nautische Kameradschaften., sowie Verbindungen, die in die obigen Kategorien nur bedingt eingeordnet werden können, zum Beispiel die Verbindungen des Deutschen Wissenschafter-Verbandes; die Albertus-Magnus-Verbindungen in Köln, Tübingen und München; die Hütte in Berlin, Stuttgart und Karlsruhe; eine akademische Fliegerschaft, Segler- und Sportverbindungen, die katholisch-bayerischen Verbindungen und weitere.

All diese Verbindungsarten unterscheiden sich beträchtlich durch ihre Prinzipien, ihre Geschichte und spezifischen Gebräuche. Trotz aller Vielfalt treten bestimmte Formen besonders häufig auf, die in der beigefügten Tabelle benannt sind. Diese enthält jedoch nicht alle Verbände und keine verbandsfreien Verbindungen. In der Liste der Korporationsverbände findet man ferner die erloschenen und heute noch aktiven Verbände und Dachverbände.

Von den 1880er Jahren bis 1933 (Deutsches Reich) bzw. 1938 (Österreich) existierten auch jüdische Studentenverbindungen, die als Reaktion auf zunehmende antisemitische Ausgrenzungsversuche seitens der bestehenden Studentenverbindungen gegründet wurden.[12] Vorher konnten Juden in den meisten Verbindungen problemlos Mitglied werden. Prinzipienbedingte Ausnahmen galten für die christlichen Studentenverbindungen. Nach dem Ende der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu keinen Wiedergründungen. Heute werden jüdische, aber auch muslimische Studenten regulär Mitglieder in praktisch allen Studentenverbindungen, wenn sie nicht speziell christlich ausgerichtet sind.

Über 120 Korporationen, also gut 10 % aller Verbindungen, haben seit den späten sechziger Jahren die Geschlechtertrennung aufgehoben. Es gibt sportlich, religiös, kulturell oder musisch ausgerichtete gemischte Studentenverbindungen (beispielsweise im Akademischen Turnerbund (ATB), im Sondershäuser Verband und im Schwarzburgbundsowie im Miltenberg-Wernigeroder Ring (MWR)), in denen Männer und Frauen gleichberechtigte Mitglieder stellen. Im katholisch ausgerichteten Unitasverband können nur reine Damenverbindungen und reine Männerverbindungen Mitglied werden.

Chargierte der Damenverbindung Regiomontana Königsberg (1930)

Seit 1975 wurden zahlreiche Damenverbindungen neu gegründet, da den Damenverbindungen aus Kaiserzeit und Weimarer Republik eine Neugründung nach dem Krieg nicht gelang. Mittlerweile gibt es alleine in Deutschland über 50 aktive Damenverbindungen. Bundesweite Dachverbände wurden bisher nicht gebildet, allerdings haben sich einige Damenverbindungen den bestehenden Dachverbänden Unitasverband, Sondershäuser Verband und Schwarzburgbund angeschlossen. Lediglich in Österreich existieren derzeit reine Zusammenschlüsse von Damenverbindungen.

Die Mehrzahl der Studentenverbindungen, in Deutschland etwa 85 %, nehmen nach wie vor nur Männer auf. Meist ist es aber so, dass weibliche Gäste bei diesen Verbindungen im Alltag oder auch auf Veranstaltungen präsent sind.

Aktivitas und ConventsprinzipBearbeiten

Eine Verbindung gliedert sich in studierende und berufstätige Mitglieder. Die Aktivitas (bei Corps: Corpsburschen-Convent) ist die Organisationsform der studierenden Mitglieder. Sie ist meist als nicht eingetragener Verein organisiert, der nicht rechtsfähig ist. Die Mitglieder treffen ihre Entscheidungen demokratisch in Conventen. Sie wählen dort in jedem Semester einen Vorstand (häufig Chargia genannt), der sich meist aus drei „Chargierten“ oder „Chargen“ zusammensetzt, und den „Fuchsmajor“, der für die Neulinge (Füchse) verantwortlich ist. Alle Amtsinhaber können jederzeit, auch kurzfristig, abgewählt werden.

Aus historischen Gründen sehen die Convente für sich auch eine Art Aufsichtspflicht für ihre Mitglieder (siehe Comment), die bei Verstößen gegen gemeinsam und demokratisch festgesetzte Regeln Bestrafungen vorsieht. Dazu gehören geringfügige Geldstrafen in die Gemeinschaftskasse („Beireitungen“, „Frequenzen“, „Beifuhren“, „Poen“), aber auch „protokollarische Strafen“ („Verweise“) sowie den zeitweiligen oder endgültigen Ausschluss aus der Verbindung („Dimission“). Das Conventsprinzip wird heute häufig mit dem jüngeren Begriff Basisdemokratie umschrieben.

Besonders in großen Dachverbänden ist es üblich, dass einzelne Verbindungen mit mehreren Verbindungen an jeweils anderen Studienorten befreundete Verhältnisse abschließen – durchaus schriftlich mit Vertrag. So erhalten die Aktiven die Gelegenheit, bei gegenseitigen Besuchen andere Universitätsstädte in anderen geographischen Regionen kennenzulernen und ihren Horizont zu erweitern. Viele Arten von Verbindungen erlauben ihren Mitgliedern, nach Studienortwechseln bei anderen Verbindungen (in der Regel desselben Dachverbandes, vorzugsweise bei befreundeten Verbindungen) eine weitere Mitgliedschaft einzugehen. Bei farbentragenden Verbindungen werden dann lebenslang zwei Couleur-Bänder gleichzeitig getragen („Zwei-Farben-Bruder“, „Zweibändermann“). Einige Verbindungen schließen weitere Mitgliedschaften grundsätzlich aus (siehe auch: Lebenscorps).

Aufgrund ihres Selbstverständnisses als selbstverwaltete studentische Zusammenschlüsse sehen sich die Convente der Studentenverbindungen als autonom an. Sie betrachten sich als unabhängig von staatlichen und universitären Autoritäten, von Parteien und anderen politischen oder gesellschaftlichen Gruppen. Das hat in der Geschichte auch zu Konflikten mit dem Staat geführt. So waren die Verbindungen im Zuge der Karlsbader Beschlüsse (1819–1848) verboten, ebenso während der nationalsozialistischen Herrschaft ab 1935 und in der DDR.

Die Aktivitates der meisten Verbindungen können heute über ein eigenes Haus oder eine Wohnung (Korporationshaus) zum Treffen und Wohnen verfügen. Verbindungen, die nicht darüber verfügen, treffen sich regelmäßig in öffentlichen oder gemieteten Versammlungsräumen (in Deutschland Konstante, in Österreich Studentenbude genannt). Der Erwerb und der Betrieb der Immobilien wird von den „Alten Herren“ finanziert, was niedrige Mieten für Studentenzimmer ermöglicht.

Fuchsenzeit und BurschenzeitBearbeiten

Aktive Corpsstudenten auf der Weinheimtagung 2010

Personen, die einer Verbindung beitreten möchten, werden bis zum Eintritt oft „Spefüchse“ (von lat. spes: Hoffnung) genannt. Beim Eintritt in eine Verbindung macht der Student oder die Studentin eine Probezeit durch. Als Fuchs oder Fux bezeichnet, kann er/sie die Verbindung mit weniger Rechten, aber auch weniger Pflichten unverbindlich kennenlernen.[13] Er/sie wird mit den Traditionen und Werten der Verbindung vertraut gemacht und lernt befreundete Verbindungen kennen. Das dauert ein bis zwei Semester und endet mit der Burschung. In manchen Dachverbänden wird sie Reception, Burschifikation oder Entfuxifizierung genannt. Damit wird man als Bursche oder Corpsbursche Vollmitglied.[14] Im Progress (Studentenbewegung) spielte die Gleichberechtigung von Füchsen eine zentrale Rolle. Bei vielen gemischten Verbindungen wird „der Fuchs“ (oder Bursch) als nicht geschlechtspezifischer Status (wenn nicht als Neutrum) betrachtet; deshalb werden auch Frauen „geburscht“.

Diese Vollmitglieder übernehmen die Hauptverantwortung des Aktivenlebens: Chargen und Ämter, Gastgeber bei Veranstaltungen und Leitung von Conventen.[15] In dieser Zeit werden in „schlagenden“ Verbindungen die Mensuren gefochten. In lernintensiven Phasen kann der aktive Verbindungsstudent beurlaubt werden. Als Inaktiver kann er sich persönlichen Neigungen oder auch dem Studienabschluss widmen.[16]

Suspension / VertagungBearbeiten

In der Regel benötigt eine Verbindung mindestens drei „aktive“ Mitglieder zur Aufrechterhaltung des aktiven Betriebs. Wenn diese Zahl unterschritten wird und durch Reaktivierung von Inaktiven nicht ausgeglichen werden kann, suspendiert, sistiert oder vertagt sich die Verbindung. Der aktive Betrieb wird eingestellt oder von den verbliebenen Aktiven in stark eingeschränktem Maß weiterbetrieben. Die Altherrenschaften bestehen weiter. Die Suspension reduziert im Regelfall die Pflichten gegenüber dem betreffenden Korporationsverband. Wenn wieder genügend Nachwuchs vorhanden ist, kann sich die Verbindung rekonstituieren (die Vertagung aufheben) und den aktiven Betrieb wieder aufnehmen. Das ist manchmal noch nach jahrzehntelanger Suspension möglich.

Alte Herren und LebensbundBearbeiten

Ehemalige Studenten heißen unabhängig von ihrem Lebensalter „Alter Herr“ bzw. „Alte Dame“ oder „Hohe Dame“. Sie bilden gemeinsam die Altherrenschaft bzw. das „Philisterium“. Dabei handelt es sich meist um eingetragene Vereine. Für die Aufnahme ist in der Regel ein Studienabschluss oder auch eine gesicherte Lebensstellung Voraussetzung, das heißt der oder die Betreffende sollte eine feste Arbeitsstelle gefunden haben.

Alte Herren haben zwar aufgrund von Familie und Beruf weniger Zeit als die Aktiven, können den Bund aber finanziell unterstützen: durch Jahresbeitrag und Spenden, vor allem aber durch den Unterhalt des Korporationshauses. Besonders Engagierte können auch Ämter im Altherrenverband und im Dachverband übernehmen. Alte Herren und aktive Studenten treffen sich auf Veranstaltungen des eigenen Bundes, etwa beim Stiftungsfest oder bei Tagungen des jeweiligen Dachverbandes.

Das Lebensbund-Prinzip bedeutet eine lebenslange Verpflichtung, für alle Mitglieder der eigenen Verbindung einzustehen. Entgegen ursprünglichen Konzeptionen des Lebensbundes aus der Zeit um 1800 sind spätestens seit dem Inkrafttreten des BGB am 1. Januar 1900 jedoch auch freiwillige Austritte durch einseitige Erklärung des Austretenden möglich[17] oder – bei schwerwiegendem Fehlverhalten – der zeitweilige oder endgültige Ausschluss aus der Verbindung auf Grundlage der Constitution.

VerbändeBearbeiten

Hauptartikel: Korporationsverband

Die meisten Studentenverbindungen sind in Verbänden zusammengeschlossen, deren Zweck die gemeinsame Erreichung von festgelegten Zielen ist. Dazu gibt es verschiedene Arten: Manche Verbände sind lockere Zusammenschlüsse, die ihren Einzelverbindungen weitreichende Freiheiten lassen. Andere dienen hauptsächlich der Wahrung gemeinsamer, demokratisch festgelegter Prinzipien. Wieder andere verstehen sich als ein großer Bund mit Dependancen in verschiedenen Universitätsstädten. Daneben gibt es „verbandsfreie Verbindungen“, die keinem Verband angehören.

Einige deutsche Verbände haben sich wiederum zu Dachverbänden vereint: Der Convent Deutscher Korporationsverbände (CDK) umfasst die Aktivenverbände von 5 Korporationsverbänden und damit etwa 100 Studentenverbindungen mit etwa 1.300 Studenten. Im Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) finden sich die Altherrenschaften von 5 Korporationsverbänden, zusammen. Er vertritt etwa 100 Altherrenschaften mit etwa 7.000 Mitgliedern.[18]

Zum christlichen Europäischen Kartellverband (EKV) gehören aus Deutschland die katholischen Korporationsverbände CV, KV, RKDB, TCV und der UV sowie Dachverbände aus Belgien(Flandern, KVHV), der Schweiz (StV), Österreich (ÖCV, ÖKV, KÖL, RKAB, VCS, MKV, VfM). Weitere Verbindungan aus Liechtenstein, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Rumänien, Italien, Frankreich und Österreich sind in der Kurie der freien Vereinigungen zusammengefasst ebenfalls Mitglied des EKV.

KennzeichenBearbeiten

FarbenBearbeiten

Hauptartikel: Couleur

Als farbentragend werden Studentenverbindungen bezeichnet, deren Mitglieder (zumindest bei offiziellen Veranstaltungen) ein Band und eine Kopfbedeckung (Studentenmütze) in den Farben ihrer Verbindung (Couleur) tragen.[19]

Die von vielen Burschenschaften, aber auch einigen anderen Verbindungstypen häufig getragene Farbkombination Schwarz-Rot-Gold ist historischer Ausdruck des Wunsches nach Einigung der deutschen Länder in einem demokratischen Staat und wurde erstmals 1815 von der Urburschenschaft verwendet.

Daneben existieren seit 1857 sogenannte farbenführende Verbindungen, deren Mitglieder kein Couleur tragen. Ihre Farben finden sich häufig in dem Wichs und in Couleurgegenständen wie den sogenannten Zipfeln. Manche nichtfarbentragende Verbindungen in Süddeutschland und in Österreich tragen zwar ein Band, aber keine Studentenmütze. Schwarze Studentenverbindungen tragen und führen keine Farben.

ZirkelBearbeiten

Der Zirkel ist eine monogrammartige Verschlingung von Buchstaben und enthält in der Regel die Anfangsbuchstaben des Verbindungsnamens und des Wahlspruchs der Verbindung.[20] Oft sind die Buchstaben v, c und f enthalten, was sich aus lateinisch Vivat circulus fratrum („Es lebe der Kreis der Brüder“) bzw. Vivat, crescat, floreat („Es lebe, wachse, gedeihe“) zusammensetzt. Die Zirkel der heutigen Studentenverbindungen haben ihren Ursprung in kryptographischen Kürzeln, mit denen die Mitglieder der Studentenorden des 18. Jahrhunderts in schriftlichen Dokumenten ihre Ordenszugehörigkeit zum Ausdruck brachten.

WappenBearbeiten

Hauptartikel: Studentenwappen

Das Studentenwappen ist eine nicht streng den heraldischen Regeln folgende Form der Wappen und kam um das Jahr 1800 in Gebrauch.[21] Oft wird der Schild in vier Felder geteilt, bei Burschenschaften meist durch ein Kreuz. Diese Felder werden mit verschiedenen nichtheraldischen Identitätssymbolen der Verbindung ausgefüllt, zum Beispiel mit den Farben der Verbindung, mit dem Bundeszeichen, dem Zirkel, mit Hinweisen auf die Universitätsstadt, aber auch mit regionalen heraldischen Elementen. Dazu kommen weitere Symbole für Freundschaft und Ewigkeit, die teils aus der Freimaurerei, teils direkt aus der Antike übernommen wurden.

Farbenlied, FarbenstropheBearbeiten

Als weiteres Zeichen der Zusammengehörigkeit haben farbenführende Verbindungen ein Bundeslied oder/und eine Farbenstrophe, die eine ähnliche Rolle spielt wie die jeweilige Nationalhymne für einen Staat. In einem Farbenlied werden meist die Verbindungsfarben gedeutet und Zusammengehörigkeit, Freundschaft und die lebenslange Treue der einzelnen Mitglieder zur Verbindung (Lebensbundprinzip) beschworen. Die Farbenstrophe ist bei Corps zumeist eine Zusatzstrophe zum Lied „So pünktlich zur Sekunde“. Katholische Verbindungen singen überwiegend ihre Farbenstrophe zur Melodie von „Wenn wir durch die Straßen ziehen“. Das Farbenlied bzw. die Farbenstrophe wird grundsätzlich im Stehen und häufig a cappella gesungen, meist zum Abschluss einer Kneipe oder eines Kommerses.

FeiernBearbeiten

Studentisches „Hospitium“ in Jena, Stammbuchmalerei um 1750: Der Gastgeber (links im Hausmantel mit Hausschlüssel) lässt seine Gäste trinken, „biß ihr unter dem tisch liegt“.

Verbindungen legen von jeher großen Wert auf gesellschaftliche Veranstaltungen und Feiern aller Art für ihre Mitglieder. Studenten lebten schon früher oft weit von ihren Familien entfernt und konnten ihre frei verfügbare Zeit selbstständiger gestalten und ohne elterliche Aufsicht mit ihren Vorlieben ausfüllen. Ein wichtiger Erwerbszweig in Universitätsstädten war daher schon immer die Gastronomie. Der alltägliche Konsum alkoholischer Getränke war für die meisten Studenten üblich und wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem beliebten Klischee in Literatur und (Volks-)Kunst.[22] Dazu bildeten sich allmählich spezielle studentische Veranstaltungsformen heraus.

Traditionelle Namen dafür sind etwa „Kneipe“ und „Kommers“, aber auch heute in Vergessenheit geratene Begriffe wie „Hospicium“ oder „Kränzchen“. Essen, Trinken und Rauchen waren darin bis zum frühen 19. Jahrhundert gleich wichtig.

Mit der Zeit kamen so immer mehr Neuerungen in studentisches Brauchtum. Sie verballhornten nun zum Teil auch ihre eigenen Riten: So entstand der „Bierjunge“ als Persiflage des studentischen Duells und der Mensur. Einige dieser Formen haben sich bis heute gehalten, fortentwickelt und werden in zeitgemäßer Form weiter gepflegt. So hat fast jede Verbindung alle oder mehrere der folgenden Veranstaltungen in ihrem Semesterprogramm:

  • Kneipe: Dies ist eine traditionelle Feier, die in einem festgelegten Rahmen (Bier-Comment) gestaltet wird. Es werden Reden gehalten und Lieder gesungen sowie meist Bier, manchmal auch Wein getrunken. Im sogenannten inoffiziellen Teil einer Kneipe werden meist auch „Biermimiken“ von den Teilnehmern der Kneipe vorgetragen; dies sind amüsante Reden, Dialoge oder Dichtungen.
  • Kommers: Dies ist die festliche und repräsentative Form der studentischen Kneipe. Kommerse finden typischerweise bei Stiftungsfesten, Stadt- oder Universitätsjubiläen statt. Dabei wird zu besonderen Anlässen ein „Landesvater gestochen“. Höhepunkt ist die Festrede, die meist von einem prominenten Kommersteilnehmer gehalten wird, der nicht unbedingt einer Verbindung angehören muss.
  • Stiftungsfest: Dies ist die Feier zu jedem Jahrestag der Gründung einer Studentenverbindung. Gesellschaftlicher Höhepunkt dabei ist der Stiftungsfestball.
  • Kongress/Verbandsfest/Verbandstagung: Dies ist die zentrale Veranstaltung eines Dachverbandes mit Arbeitssitzungen und gesellschaftlichen Bestandteilen (meist Kommersen und Bällen), die meist einmal jährlich oder alle zwei Jahre stattfindet.

Diese traditionellen Veranstaltungsformen finden bei einigen Verbindungen ohne weibliche Gäste bzw. bei Damenverbindungen ohne männliche Gäste statt, dies variiert jedoch beträchtlich nach Verbindung und/oder Verband. Veranstaltungen der traditionellen Art sind heute ohnehin in der Minderzahl gegenüber gemischten Veranstaltungen. Den Semesterverlauf füllen heutige Verbindungen überwiegend mit modernen Formen zwangloser Feste, die in der Regel mit Partnern und anderen Gästen in kleinem oder größerem Kreis stattfinden. Inzwischen laden viele Verbindungen mindestens einmal im Jahr alle Studenten zu einer großen Party ein, die dann oft mit mehreren hundert Teilnehmern gefeiert wird. Dazu wird das Korporationshaus, über das heute praktisch alle deutsche Verbindungen verfügen, für nichtkorporierte Besucher geöffnet.

Weitere Veranstaltungen sind primär auf die jeweiligen Schwerpunkte der Studentenverbindung ausgerichtet. So veranstalten Burschenschaften und wissenschaftliche Studentenverbindungen eine Reihe von wissenschaftlichen Abenden, musische Verbindungen Gesangsabende oder Konzerte, sportlich orientierte Verbindungen (wie Akademische Seglervereine oder Ruderverbindungen) sportliche Aktivitäten und christliche Studentenverbindungen religiöse Feiern.

GeschichteBearbeiten

Entstehung der frühen CorpsBearbeiten

Studentenverbindungen im heutigen Sinne entwickelten sich an deutschsprachigen Universitäten seit etwa 1800. Aus dem 18. Jahrhundert wurde auch das studentische Fechten übernommen, weitergeführt und im Laufe des 19. Jahrhunderts zur Mensur weiterentwickelt.

Die Corps, die früheste Form der heutigen Verbindungen, verbanden gegen Ende des 18. Jahrhunderts äußere Elemente der Studentenorden – straffes Reglement, verbindliche Zusammengehörigkeit, geheime Identitätsymbole – mit denen der alten Landsmannschaften – lateinische Landesnamen, farblich einheitliche Kleidung (Vorläufer der Couleurs). [23] Das Streben nach Verbindlichkeit und demokratischen Strukturen im Sinne des deutschen Idealismus legte den Grundstein für die Entwicklung der für den deutschen Sprachraum typischen Studentenverbindungen.[24]

Urburschenschaft und Karlsbader BeschlüsseBearbeiten

Goettinger Clubbs - NUNC - 1827.jpg
Goettinger Clubbs - OLIM - 1827.jpg
Trotz der Karlsbader Beschlüsse: Göttinger Couleurmützen im Jahre 1827 und zuvor

Innerhalb der frühen Corps regten sich nach den Befreiungskriegen Bestrebungen, die landsmannschaftliche Gliederung der Studenten an den Universitäten abzuschaffen und alle Studenten („Burschen“) in einer einheitlichen „Burschenschaft“ zusammenzuführen. Auch in der Politik sollte die Kleinstaaterei zugunsten eines vereinten Deutschlands abgeschafft werden. Die Bewegung breitete sich ab 1815 von Jena über den gesamten deutschen Raum aus und stellte sich in Gegensatz zu den frühen Corps. Auf dem Wartburgfest am 18. Oktober 1817 trat sie zum ersten Mal öffentlich auf. Bald zeichnete sich aber ab, dass ein deutschlandweiter Zusammenschluss aller Studenten nicht gelingen konnte.

Einen politischen Mord durch den Burschenschafter Sand nahm der Deutsche Bund 1819 zum Anlass, alle selbstverwalteten studentischen Zusammenschlüsse zu verbieten. Diese Karlsbader Beschlüsse wurden erst 1848 aufgehoben. Sie hinderten jedoch weder die Corps noch die Burschenschaften wirksam an ihrer Ausbreitung und Weiterentwicklung.

Entstehung der Katholischen StudentenverbindungenBearbeiten

Katholische Studenten traten in den ersten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nicht in organisierter Weise hervor. Dies hat seine Gründe auch im noch nicht gegründeten katholischen Vereinswesen. Erst durch die Ausstellung des heiligen Rock in Trier 1844 wurden katholische Vereine initiiert und im Folge dessen der Katholikentag gegründet. Die Gründung von Katholischen Studentenverbindungen war jedoch hauptsächlich eine Reaktion auf die Unterdrückung der katholischen Bevölkerung durch die protestantisch dominierten Regierungen der deutschen Länder. Folglich mussten katholische Studenten bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts, insofern sie einer Korporation beitreten wollten, bei einer der bestehenden Burschenschaften, Corps oder Landsmannschaften aktiv werden. Als die katholischen Verbindungen mehr und mehr an Bedeutung gewannen, reagierten die etablierten Verbindungen ablehnend. So wurde den katholischen Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich von den schlagenden Verbindungen in der Geschichte oft der Vorwurf des so genannten Ultramontanismus gemacht.

Veränderungen um 1848 und im KaiserreichBearbeiten

Schon vor den Revolutionen von 1848 bildeten sich die ersten betont christlichen Studentenverbindungen. Denn zumindest die katholischen Studenten waren vielerorts durch Repressionen und Ausgrenzungen dazu gezwungen sich eigenständig zu organisieren. Sie waren auch die ersten, die das studentische Fechten ablehnten. 1836 verzichtete die neu gegründete Uttenruthia zu Erlangen von Beginn an auf Duell und Mensur. Das war damals geradezu revolutionär.

Zugleich bildete sich im Umfeld der politischen Emanzipation des Bürgertums die so genannte „Progressbewegung“ an den Hochschulen, die die studentischen Traditionen abschaffen bzw. an die bürgerliche Kultur der Zeit anpassen wollte. Aus ihnen bildeten zum einen eine neue Art von Landsmannschaften, zum anderen beförderte der Progress aber auch das Entstehen eines nichtkorporativen Vereinswesens an den Hochschulen. Durch eine „Korporatisierungsbewegung der akademischen Vereine“ ausgangs des 19. Jahrhunderts wurden sie zu den Wurzeln vieler nichtfarbentragender Verbindungen. Insbesondere entstanden infolge des Progresses in den 1850er und 1860er verstärkt akademische Turn- und Gesangvereine.

1848 hob die Frankfurter Nationalversammlung die Karlsbader Beschlüsse auf. Aus verbotenen „Untergrundorganisationen“ wurden Zusammenschlüsse der akademischen Elite, die sich zur heute existierenden Vielfalt fortentwickelten. Auch die „ehemaligen Mitglieder“ bekannten sich nun zu ihrem früheren Studentenbund. Die so mögliche engere Verbindung war die Basis für die späteren Altherrenvereine. An den Gymnasien und Oberrealschulen formierten sich in der dieser Zeit verstärkt Schülerverbindungen, die die studentischen Verbindungen in Inhalt und Form nachahmten.

Ab etwa 1850 entwickelte sich aus dem studentischen Duellwesen die Bestimmungsmensur, ein Fechten mit scharfen Waffen, das nicht mehr der Bereinigung von Ehrenhändeln diente, sondern der Charakter- und Persönlichkeitsbildung.

Verbindungsstudenten stereotaktisch fotografiert

Zum Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich auch die nicht-korporierten Freistudenten in so genannten Finkenschaften als „Verein der Vereinslosen“ zu organisieren und die Einrichtung gesamtstudentischer Vertretungen auf der Basis allgemeiner Wahlen einzufordern. Antisemitismus und Nationalismus ergriffen auch die meisten Studentenverbindungen. Nachdem viele von ihnen jüdische Studenten ausschlossen, gründeten sich erste jüdische Studentenverbindungen.

Um 1900 wurden schrittweise auch Frauen zum regulären Universitätsstudium zugelassen. Das Frauenstudium stellte den männlich dominierten Konsens an den Universität und damit auch in den Studentenverbindungen in Frage. Die männlichen Strukturen hatten sich in den Verbindungen so stark verfestigt, dass Änderungen daran gar nicht erst diskutiert wurden. Zwar wurde die Frage des Frauenstudiums in den Verbindungen breit diskutiert, allerdings wurde in keiner Korporation die Frage nach der Aufnahme von Frauen ernsthaft in Betracht gezogen. An Stelle von gemischtgeschlechtlichen Verbindungen entstanden Damenverbindungen. 1899 bildeten sich die ersten Damenverbindungen.

Weimarer Republik und Drittes ReichBearbeiten

Verbot der letzten Korporationsverbände durch den Himmler-Erlass vom 20. Juni 1938

Die Studentenverbindungen bekannten sich auch nach der Ausrufung der Republik weiterhin zu konservativen und nationalen Ideen und hatten einen starken Zulauf. Ein Teil ihrer Mitglieder lehnte – wie ein Großteil der Bevölkerung – die neue Republik ab und propagierte von nun an die republikfeindliche Konservative Revolution. Parteipolitische Aktivitäten blieben jedoch Sache des Einzelnen.

1921 beschlossen schlagende und nichtschlagende Studentenverbindungen das Erlanger Verbände- und Ehrenabkommen. Dieses bot erstmals eine Basis zur Beilegung von Streit zwischen diesen Gruppen. Die Kontakte zwischen Damenverbindungen und dem Teil der Studentenverbindungen, die lediglich Männer organisierten, blieben sehr gering. [25]

Die NSDAP bemühte sich früh um studentische Mitglieder und gründete 1926 den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) als Konkurrenz zu den hochschulpolitischen schlagenden und nichtschlagenden Korporationen. 1931 übernahm dieser die Führung in der Deutschen Studentenschaft. Er organisierte seine Mitglieder in örtlichen „Kameradschaften“ und strebte ihre Kasernierung in einem jeweils zu schaffenden „Kameradschaftshaus“ an.

Dieses Ziel wurde ab 1934 auf alle Studenten übertragen. Damit wurde unübersehbar, dass die Nationalsozialisten die Studentenverbindungen nicht von der Gleichschaltungspolitik ausnehmen würden. Die „Ariergesetze“ sollten in allen bis dahin noch bestehenden Verbindungen rigoros durchgesetzt werden. Viele betroffene Verbindungen versuchten sich dem zu entziehen, so dass ihnen zum Schluss nur noch die freiwillige Einstellung des Aktivenbetriebes (Suspension) übrig blieb oder das Aufgehen in einer Kameradschaft. Zwischen 1934 und 1936 hatten sich die Studentenverbindungen entweder selbst aufgelöst oder waren zwangsaufgelöst worden. Da die Nationalsozialisten die Alten Herren zur Finanzierung der Kameradschaften und die Korporationshäuser brauchten, tarnten sich einige Verbindungen als Kameradschaften, um so trotz strengen Verbots möglichst viele alte Werte und Sitten heimlich weiter zu vermitteln. Danach waren praktisch alle Studenten Mitglieder in den nun zahlreich gegründeten Kameradschaften.

Nachkriegszeit und StudentenbewegungBearbeiten

Nach 1945 verboten die alliierten Militärregierungen alle deutschen Vereinigungen, die vor 1945 existiert hatten, so auch die Studentenverbindungen. Für Studentenverbindungen wurde dieses generelle Verbot 1950 aufgehoben.

1949 erklärte die Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) in ihrem Tübinger Beschluss: „Im Bilde der kommenden studentischen Gemeinschaft wird kein Platz mehr sein für Veranstaltungen von Mensuren, die Behauptung eines besonderen Ehrbegriffs, die Abhaltung geistloser und lärmender Massengelage, die Ausübung einer unfreiheitlichen Vereinsdisziplin und das öffentliche Tragen von Farben.“ Viele Universitäten änderten ihre Hochschulordnungen entsprechend der Forderungen der WRK. Das Verbot von Korporationen durch Universitäten wurde einige Jahre später vor Gericht für unrechtmäßig erklärt.

Aufgrund der Schwierigkeiten und der ablehnenden Haltung von verschiedenen Seiten wurden die ersten Mensuren nach dem Zweiten Weltkrieg dann auch heimlich und mit ungeklärter Rechtslage gefochten. Der Göttinger Mensurenprozess, eine gerichtliche Auseinandersetzung, die bis vor den Bundesgerichtshof getragen wurde, schaffte 1953 Klarheit. Die Mensur ist seitdem straffrei, wenn sie nicht zum Austragen von Ehrenhändeln dient und wenn die verwendeten Schutzwaffen sicherstellen, dass tödliche Verletzungen ausgeschlossen sind. Der Verzicht auf die Austragung von Ehrenhändeln mit der Waffe wurde dann auch gegenüber dem damaligen deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss bei einem persönlichen Treffen 1953 von den Delegationen aller maßgeblichen mensurschlagenden Verbände bestätigt.

In der DDR galten Studentenverbindungen als typisches Relikt der alten herrschenden Klassen und wurden nicht geduldet. Der Marxismus-Leninismus bestimmte die Studieninhalte.[26] Erste zaghafte Bestrebungen, alte studentische Traditionen wiederzubeleben, gab es bereits in den 1960er Jahren. In den frühen 1980er Jahren gründeten sich meist unter dem Deckmantel historischer oder Fechtvereine und unter strenger Beobachtung durch das Ministerium für Staatssicherheit erste neue Studentenverbindungen. (Siehe auch: DDR-Studentenverbindung, Rudelsburger Allianz)

Mit der seit 1965 aufkommenden Studentenbewegung erwuchs den Verbindungen starke Konkurrenz durch politische Studentenverbände. Die Rebellion der 68er Generation richtete sich gegen den „Muff“ des Bildungsbürgertums, gegen die mangelnde Bewältigung und Aufklärung des Nationalsozialismus und gegen die Verstrickung eines Teils des universitären Lehrkörpers in diese totalitäre Herrschaft.

An diesen Bestrebungen hatten die konservativen deutschen Studentenverbindungen keinen Anteil. Auch ihre Vergangenheit, ihr Verhalten besonders in der Zeit des Aufstiegs der NSDAP, aber auch ihre sonstigen Sitten und Gebräuche wurden Ziel studentischer Kritik. Darauf reagierten einige Verbindungen umso mehr mit der Bewahrung studentischer Traditionen. Daraus stammt ein Teil der heutigen Vorbehalte an manchen Universitäten gegen Studentenverbindungen.

Diese mussten seit 1968 einen relativ starken Rückgang des Anteils an Korporierten und der absoluten Mitgliederzahlen hinnehmen. Viele Verbindungen mussten sich vertagen. Einige, die bisher nur Männer aufnahmen, versuchten sich durch die Aufnahme von Frauen zu stabilisieren. Dies scheiterte jedoch in den meisten Fällen. Die rückläufige Entwicklung kam aber in den 1980er Jahren zu einem Stillstand und kehrte sich schließlich um. Viele Verbindungen, die seit 1970 vertagt wurden, haben ihren Aktivenbetrieb wieder aufgenommen.

Die deutsche Einheit, Europäisierung und GlobalisierungBearbeiten

Nach der Wende von 1989 wurde es auch auf dem Gebiet der DDR wieder möglich, die früher hier ansässigen Studentenverbindungen, die in der Nachkriegszeit in den Westen gegangen waren, an den Heimatuniversitäten neu zu beleben. Viele Verbindungen gingen diesen Weg; es kam aber auch zu einigen Neugründungen.

Mittlerweile gibt es auch Bestrebungen auf europäischer Ebene, mit Studentenverbindungen in anderen Ländern zusammen zu arbeiten. Beispiele hierfür sind der 1975 gegründete Europäische Kartellverband, der erste Weltkorporationstag 2002 sowie der jährlich stattfindende „Gesamtbaltische Völkerkommers“.

Verbindungen in anderen deutschsprachigen LändernBearbeiten

Auch wenn sich die Studentenverbindungen im deutschsprachigen Raum über die Landesgrenzen hinweg stark ähneln, so gibt es dennoch einige Besonderheiten.

ÖsterreichBearbeiten

Couleurkarte: Korporierte vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck

Konfessionelle und national-freiheitliche VerbindungenBearbeiten

Die Studentenverbindungen in Österreich sind im Großen und Ganzen mit den Verbindungen in Deutschland vergleichbar. Untereinander sind sie aber tief in konfessionelle (vor allem katholische) und schlagende, national-freiheitliche Verbindungen gespalten. Gemeinsame Auftritte bei universitären oder allgemein gesellschaftlichen Veranstaltungen sind nach wie vor äußerst selten. Eine Ausnahme stellt der Ledersprung in Leoben dar.

Die katholischen Dachverbände Österreichischer Cartellverband (ÖCV) und Kartellverband katholischer nichtfarbentragender akademischer Vereinigungen Österreichs (ÖKV) koexistieren als jeweils eigenständige Verbände mit dem deutschen CV und KV, weisen aber jeweils gemeinsame Wurzeln und teilweise eine gemeinsame Geschichte auf. Sie spalteten sich 1933 von den deutschen Dachverbänden ab. Als Besonderheit existiert in Österreich darüber hinaus der monarchistische Akademische Bund der Katholisch-Österreichischen Landsmannschaften.

Die meisten österreichischen Burschenschaften sind in der pflichtschlagenden Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) organisiert, zu der 43 Burschenschaften gehören, die überwiegend der Deutschen Burschenschaft (DB) und der Deutschen Burschenschaft in Österreich (DBÖ) oder dem Conservativen Delegierten Convent der fachstudentischen Burschenschaften in Österreich (CDC) angehören. Die österreichischen Corps sind im Kösener Senioren-Convents-Verband organisiert, die Landsmannschaften im Coburger Convent.

Die Spaltung in zwei Lager betrifft auch die österreichischen Schülerverbindungen, welche sich selbst größtenteils ebenfalls als Studentenverbindungen bezeichnen. Die größten Verbände von Mittelschulverbindungen sind der katholische Mittelschüler Kartell Verband (MKV) und der schlagende Österreichische Pennäler Ring (ÖPR).

Parteipolitische NäheBearbeiten

Auffallend ist eine parteipolitische und weltanschauliche Nähe zwischen katholischen Korporationen und der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) einerseits, sowie zwischen Burschenschaften und Freiheitlicher Partei Österreichs (FPÖ) sowie dem Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) anderseits.

Fast alle Bundeskanzler der ersten Republik aus der Christlichsozialen Partei und der daraus hervorgegangenen Vaterländischen Front, den Vorgängern der späteren ÖVP, gehörten katholischen CV-Verbindungen an. Der Österreichische Cartellverband (ÖCV) hatte sich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland vom CV abgespalten, als gegen einen Beschluss der Vollversammlung die CV-Verbindungen in Deutschland diesen die Treue versicherten. Engelbert Dollfuß, der Begründer des autoritären Ständestaates, war zum Zeitpunkt seiner Ermordung Philistersenior seiner Studentenverbindung KÖHV Franco Bavaria (Wien). Teils posthum wurde ihm von fast allen Verbindungen des ÖCV die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Sein Nachfolger als Bundeskanzler, Kurt Schuschnigg, war ebenfalls Mitglied einer ÖCV-Verbindung. In der Zweiten Republik waren und sind zahlreiche ÖVP-Politiker, etwa Andreas Khol, Michael Spindelegger, Günther Platter, Erwin Pröll sowie diverse Mitglieder von Landesregierungen und Bürgermeister, Mitglieder des ÖCV oder des MKV.

In der FPÖ sind traditionell zahlreiche Mitglieder von schlagenden Burschenschaften, daneben auch schlagenden Schülerverbindungen vertreten. Parteichef Heinz-Christian Strache ist Alter Herr der Wiener pennalen Burschenschaft Vandalia, der langjährige Parteiobmann der FPÖ und spätere Gründer des BZÖ Jörg Haider gehörte der fakultativ schlagenden Jägerschaft Silvania Wien an. Mehrere Nationalratsabgeordnete der FPÖ, darunter der dritte Nationalratspräsident Martin Graf, sind Alte Herren der als rechtsextrem angesehenen Burschenschaft Olympia, die 1961 behördlich aufgelöst und 1973 neu konstituiert wurde. Bekannte Waffenstudenten in den Reihen von FPÖ und BZÖ sind unter anderem die Nationalratsabgeordneten Werner Neubauer, Manfred Haimbuchner, Ewald Stadler und Lutz Weinzinger, der Europaabgeordnete Andreas Mölzer und der ehemalige Vizekanzler Herbert Haupt.

In der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) sind Mitglieder von Studentenverbindungen heute kaum vertreten. Anders bei ihrer Gründung: Die sozialistischen Gründerväter Viktor Adler und Engelbert Pernerstorfer waren beide Burschenschafter. Auch später kamen immer wieder sozialistische Politiker aus dem „nationalen“ waffenstudentischen Lager, darunter Eduard Speck, SPÖ-Bürgermeister von Graz 1945–1960 und Alfred Schachner-Blazizek, stellvertretender Landeshauptmann der Steiermark und stellvertretender SPÖ-Parteivorsitzender. Der von der SPÖ nominierte Präsident des Verfassungsgerichtshofs Gerhart Holzinger ist Alter Herr einer ÖCV-Verbindung. Auch der ehemalige parteiunabhängige Außenminister in der SPÖ-Alleinregierung und 1974 von der SPÖ nominierte Bundespräsident Rudolf Kirchschläger war Mitglied der katholischen Pennälerverbindung K.ö.St.V. Waldmark Horn im MKV.

SchweizBearbeiten

Gemischte Studentenverbindung (GV Zähringia) in Freiburg im Üechtland
Schweizer Chargierte bei einem Festumzug

Studentische „Gesellschaften“ sind in der Schweiz seit dem 18. Jahrhundert belegt. Die einzige traditionelle Volluniversität war die 1460 gegründete Universität Basel; sonst gab es in der deutschsprachigen Schweiz nur kleinere Bildungseinrichtungen im Range von Akademien und Kollegien ohne Promotionsrecht. Daher prägte sich die studentische Kultur dort weniger stark aus. Viele Schweizer gingen zum Studium nach Deutschland, wo sie im frühen 19. Jahrhundert viele landsmannschaftlich ausgerichtete Corps namens Helvetia gründeten, so in Freiburg im Breisgau (1815–1822, 1830–1834), Göttingen (1824–1829), Heidelberg (1811–1817, 1859–1862), München (1830–1831), Tübingen (1811–1816) und Würzburg (um 1805, 1820–1824).[27]

Als in den frühen 1830er Jahren die protestantischen, kantonalen Volluniversitäten Zürich und Bern gegründet wurden, kamen die Schweizer wieder in ihr Land zurück und brachten die studentischen Bräuche aus Deutschland mit. In diesen Jahren begannen die ersten Schweizer Verbindungen Couleur zu tragen und Mensuren zu fechten. Mit Ausnahme von Heidelberg 1859–1862 gab es danach auch kein Corps Helvetia mehr an einer deutschen Universität.

Das Korporationswesen in der Schweiz ähnelt heute dem in Deutschland und Österreich, allerdings mit einem Unterschied: Die drei großen Dachverbände Schweizerischer Zofingerverein (Zofingia), Studentenverbindung Helvetia und der Schweizerischer Studentenverein (StV), dem deutschen CV nahestehend, wurden von Anfang an als Dachverband gegründet und entstanden nicht aus Zusammenschlüssen einzelner Verbindungen. Daneben gehörten ihnen von Anfang an Verbindungen an Universitäten und Schülerverbindungen an. Letztere sind in der Schweiz weitaus häufiger anzutreffen als in Deutschland. Teilweise war es den Mittelschulverbindungen bis ca. 1957 verboten, in einem Verband mit Hochschulverbindungen zu sein.

Zudem waren alle drei Verbände ebenfalls von Anfang an politische Vereine. Der StV stand anfangs der Katholisch-Konservativen Partei nahe, die Zofingia vor ihrer Aufspaltung und Trennung von der Helvetia den radikalen bzw. liberalen Bewegungen (heute FDP) und protestantischen Gedankengut des Reformators Zwingli. Bei der Gründung des heutigen Bundesstaates 1848 spielte sie eine wesentliche Rolle.

Zudem gibt es den Falkensteinerbund, der in einem Freundschaftsverhältnis zum Wingolf mit gegenseitiger Anerkennung steht. Daher ist es einem Wingolfiten ohne großen Aufwand möglich, in eine seiner vier Verbindungen einzutreten und umgekehrt.

Die schlagenden Verbindungen der Schweiz sind zum größten Teil im dachverbandsähnlichen Schweizerischen Waffenring (SWR) organisiert. Ferner besteht ein Kösener Corps in der Schweiz.

Eine Besonderheit des Schweizerischen Korporationswesens liegt darin, dass auch an den Universitäten und Fachhochschulen im französischsprachigen Landesteil Verbindungen nach deutschsprachigem Vorbild existieren, deren Umgangssprache Französisch ist. Es existieren neben den mehrsprachigen Dachverbänden Zofingia (D, F), Schweizerische Studentenverbindung Helvetia (D, F), Schweizerischer Studentenverein (D, F, I, Rumantsch) und Falkensteinerbund (D, F) auch rein französischsprachige Dachverbände, die Stella Helvetica und die Société d’Étudiants de Belles-Lettres.

LiechtensteinBearbeiten

In Liechtenstein gibt es zwar vier Hochschulen (Universität Liechtenstein, Private Universität im Fürstentum Liechtenstein, Internationale Akademie für Philosophie, Liechtenstein-Institut), die meisten Studenten absolvieren ihr Studium aber im Ausland, vorwiegend in Österreich und der Schweiz.

In Liechtenstein gibt es zum Einen die als Ferialverbindung gegründete Korporation L.A.V. Rheinmark Vaduz, zum Anderen besteht an der Universität Liechtenstein die Landsmannschaft Invictus zu Vaduz.

Verbindungen außerhalb des deutschen SprachraumsBearbeiten

Auch außerhalb des deutschen Sprachraums gibt es Studentenverbindungen. Zu unterscheiden ist dabei zwischen den Verbindungen Mittel- und Osteuropas, die mit den deutschsprachigen eine gemeinsame Tradition haben, Sonderfällen wie Chile und Japan, wo es ebenfalls Studentenverbindungen „deutscher Tradition“ gibt, und anderen Ländern mit Studentenverbindungen und -vereine eigenständiger Traditionen.

Die bekanntesten Studentenverbindungen nicht-deutscher Tradition sind die Fraternities und Sororities in Nordamerika.

Aktuelle KontroversenBearbeiten

Karikatur von Rudolf Wilke im Simplicissimus (1906): „Was hast du denn die ganzen Ferien getrieben?“ – „Ich habe meinem Papagei das Rülpsen beigebracht.“

Mussten sich vormals Studenten bemühen, um in eine Verbindung aufgenommen zu werden, haben viele Verbindungen heute Probleme, Nachwuchs zu gewinnen. In der Gegenwart kritisierten verschiedene Soziologen und Politologen, die Geschichtsphasen und Traditionen mancher Verbindungen erforscht haben, bestimmte bei ihnen fortbestehende Traditionen. Manche politische Parteien, Gewerkschaften und hochschulpolitische Gruppen in Deutschland und Österreich üben ähnliche Kritik und erstrecken diese bisweilen auf das „Verbindungswesen“ insgesamt, besonders auf die Burschenschaften. Vorgeworfen wird den Verbindungen dabei unter anderem, ihre Traditionen seien nicht mehr zeitgemäß, sie würden „Seilschaften bilden“, nationalistische oder rechtsextreme Ideen verbreiten und ein inadäquates Verhältnis zu Frauen und Kriegsdienstverweigerern pflegen (siehe auch: Burschi-Reader). So schrieb der Berliner Historiker Sven Waskönig im Jahre 2005 über die Stereotypisierung der Studentenverbindungen:

„Kaum eine Spielart der Studentengeschichte wird so leidenschaftlich diskutiert, wie Sinn oder Unsinn der Korporationen an deutschen Hochschulen. Ob Corps, Burschen- oder Landsmannschaft, kein Thema ist so gespickt mit Vorurteilen und geprägt von Schwarz-Weiß-Zeichnungen, wie das deutsche Verbindungsstudententum. Die Allgemeinplätze gleichen der launigen Federzeichnung des Simplicissimus und so spukt seit Jahr und Tag ein Couleur tragender, schmissverzierter Spießbürger schweinsäugig durch das öffentliche Bewusstsein. Sein Name: Diederich Heßling, Neuteutone aus Berlin.“

Waskönig[28]

Häufige KritikpunkteBearbeiten

Hierarchische StrukturenBearbeiten

Der Politik- und Geschichtslehrer[29] Dietrich Heither attestiert den Verbindungen ein „hierarchisches Gesellschaftsbild, das ein natürliches Oben und Unten kennt.“ Kritisiert wird dabei, dass „weniger fachliches Können oder Leistung, also wissenschaftliche Autorität, […] das korporierte Autoritätsverständnis [bestimmen], vielmehr Vorstellungen von Herrschaftsgewalt und Machtbesitz.“[30] Die Unterordnung ziele seit der Kaiserzeit auf die Formung der Persönlichkeitsstruktur des Einzelnen, welche „eine hohe Abhängigkeit des individuellen Gewissens von der Meinung anderer Menschen“ impliziere. Diese, so Heither weiter, sei „nicht nur für das Militär funktional, sondern für eine autoritäre Gesellschaft bzw. eine hierarchisch gegliederte Gesellschaftsordnung schlechthin“. Herausragende Bedeutung komme dabei der Mensur zugute.[31]

Vorwurf der SeilschaftsbildungBearbeiten

Von Teilen der Kritiker wird das Lebensbundprinzip von Studentenverbindungen als ein System dargestellt, mit dem gezielt Aufstiegschancen für Jungakademiker beeinflusst würden. Statt der eigenen Leistung seien dort aufgebaute Beziehungen maßgeblich für die spätere Karriere eines Mitglieds. Heither spricht in diesem Zusammenhang von „Günstlingswirtschaft“.[32] Das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin schreibt:[33]

„Das Lebensbundprinzip ist die Ursache dafür, dass Studentenverbindungen Seilschaften herausbilden. Verbindungsstudenten, die im Berufsleben stehen (Alte Herren), protegieren jüngere Verbindungsmitglieder − nicht selten mit Erfolg. So mancher Verbindungsstudent gelangt auf diesem Wege in hohe Positionen, was das Selbstbild der Studentenverbindungen stützt, die akademische Elite zu sein.“

FrauenbildBearbeiten

Bis heute gibt es nur wenige gemischtgeschlechtliche Verbindungen und auch vergleichsweise wenige Damenverbindungen (siehe auch: Liste der Damenverbindungen). Laut Alexandra Kurth[34] steht es den Verbänden frei, über die Aufnahme von Frauen zu entscheiden. Sie bezifferte 2004 die Anzahl der Verbindungen, die potentiell Frauen aufnahmen, auf 10 %; bei einem Frauenanteil von deutlich unter 50 % schätzt sie den Gesamtanteil von Verbindungsstudentinnen inklusive der reinen Damenverbindungen auf 1 bis 5 %.

Das Prinzip des Männerbundes sei laut Heither seit dem 18. Jahrhundert kultiviert und zum Teil im Comment verbindlich gemacht worden. Anfang des 19. Jahrhunderts habe sich ein „patriotisch-militärischer Männlichkeitsentwurf“ in den Studentenverbindungen durchgesetzt.[35]

Laut Diana Auth und Alexandra Kurth sei die Mensur beispielsweise auch dazu bestimmt gewesen, „Verweichlichung“ und „Verweiblichung“ aus den Verbindungen herauszuhalten.[36] Sie bemängeln, dass bei Männerbünden Frauen lediglich als „schmückendes Beiwerk“ gälten, das nur zu festlichen Anlässen im Verbindungshaus erscheinen solle.[37] Befürworter halten dem entgegen, dass die Geschlechtertrennung primär historische Gründe habe, da zu dem Zeitpunkt, als die ältesten heute noch bestehenden Verbindungen entstanden, Frauen noch gar nicht zum Studium zugelassen waren (siehe auch: Frauenstudium), und diese Regelung aufgrund der „Sitten und Gebräuche auf dem Haus“ geboten sei.

Rechtsextreme TendenzenBearbeiten

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und Spiegel Online sehen bei einzelnen Burschenschaften der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) ideologische und personelle Bezüge zum Rechtsextremismus.[38][39][40] Jens Mecklenburg und Dietrich Heither sahen in den 1990er Jahren auch bei manchen Verbindungen des Coburger Convents,[41] den Vereinen Deutscher Studenten und dem Wingolfbund[42] rechtsextreme Tendenzen, etwa den Anspruch auf ehemalige deutsche Ostgebiete und Ausländerfeindlichkeit. Beim Wingolfbund wurden entsprechende Verbindungen wegen Unvereinbarkeit mit den Grundprinzipien des Bundes inzwischen ausgeschlossen. Kritiker verweisen unter anderem darauf, dass Mitglieder einiger Burschenschaften auch rechtsextremen Gruppen angehörten, und einige Verbindungshäuser Räume und Publikum für Vorträge bekannter rechter Ideologen anboten. Diese betrachteten die Burschenschaften als Schnittstelle zur bürgerlichen Rechten und hätten sich entsprechend in rechtsextremen Publikationen geäußert.[43] Manche Verfassungsschutzämter bestätigen solche Kontakte.[44][45]

Die Bundesregierung antwortete 2007 auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, ob sie bei der DB „Anzeichen für eine inhaltliche Nähe zur extremen Rechten“ sehe:[46]

„Die ganz überwiegende Zahl der Mitgliedsburschenschaften unterhält keine Kontakte zu Rechtsextremisten. Aus Auftritten rechtsextremistischer Referenten auf einzelnen Häusern von Burschenschaften des Dachverbandes „Deutsche Burschenschaft“ (DB) kann nicht auf eine inhaltliche Nähe des Dachverbandes zum Rechtsextremismus geschlossen werden.“

Im Jahr 2011 sorgte ein auf dem Burschentag den Deutschen Burschenschaft eingebrachter Antrag für große mediale Aufmerksamkeit, der den Ausschluss der Burschenschaft Hansea Mannheim forderte, weil diese einen chinesischstämmigen Deutschen als Mitglied aufgenommen hatte. Der Antrag wurde nicht verhandelt.

Im Februar 2013 zitierte die Allgemeine Zeitung aus Mainz den verbindungskritischen Autor Stephan Peters, der auf einer Veranstaltung über Studentenverbindungen im Allgemeinen sowie Burschenschaften im Speziellen referierte und dabei auf die Komplexität des Themas verwies[47]:

„Das Problem an der Debatte, laut Peters, sei, dass nicht genug differenziert würde. Er erklärt, dass es einen Unterschied zwischen rechtsextremen Burschenschaften, studentischen Verbindungen und Corps gebe, die alle in der öffentlichen Meinung in einen Topf geworfen würden. Corps etwa legten großen Wert auf Toleranz und hielten sich politisch neutral, im Gegensatz zu den Burschenschaften.“

Unvereinbarkeitsbeschlüsse der SPDBearbeiten

Am 25. Juni 1954 beschloss die SPD auf ihrem Berliner Parteitag, dass die Mitgliedschaft in akademischen Studentenverbindungen, die dem Convent Deutscher Korporationsverbände angehören, unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD sei.[48] 1967 beschloss der Parteivorstand der SPD nach Gesprächen mit studentischen Verbänden, diese Unvereinbarkeit wieder aufzuheben.

Vor allem die Jungsozialisten hielten jedoch an der Distanz zu den Verbindungen fest; ihre Hochschulgruppen schlossen Verbindungsmitglieder in den letzten Jahren aus ihren Reihen aus. Im Bundestagswahlkampf 2005 kritisierten sie Auftritte prominenter Parteimitglieder wie Friedhelm Farthmann und Egon Bahr bei Veranstaltungen von Verbindungen:

„Burschenschaften behandeln Menschen ungleich, Frauen werden oft wegen ihres Geschlechts strukturell benachteiligt. Für viele Burschenschaften sind rassische Kriterien, Nationalität, sexuelle Orientierung, Religion oder die Wehrdienstverweigerung Ausschlusskriterien für eine Aufnahme. […] Wir halten es für nicht akzeptabel, wenn Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten durch Reden vor Burschenschaften daran mitwirken, dass Burschenschaften an Einfluss gewinnen und ihr elitäres und undemokratisches Weltbild salonfähig wird.“

Der Bundesparteitag der SPD in Karlsruhe beauftragte den Parteivorstand am 16. November 2005, zu prüfen, ob die „Mitgliedschaft in einer studentischen Burschenschaft oder in einem Corps“ grundsätzlich für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD erklärt werden könne.[49] Am 27. März 2006 beschlossen Präsidium und Vorstand der SPD, dass die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) nicht mit einer SPD-Mitgliedschaft vereinbar sei. Der Parteirat der Bundes-SPD stimmte diesem Beschluss am 24. April zu. Von diesem Unvereinbarkeitsbeschluss war kein prominentes SPD-Mitglied betroffen.

Im Juni 2007 wurde der Ausschluss eines Burschenschafters aufgrund dieses Beschlusses vom Landgericht Berlin als willkürlich gewertet und wegen Verstoßes gegen Parteien- und Grundgesetz aufgehoben.[50]

In Reaktion auf die Diskussionen in der SPD und mit dem Ziel, positiv auf das Verständnis zwischen Partei und Verbindungen einzuwirken, gründete sich im Juni 2006 der Lassalle-Kreis, ein unabhängiges Netzwerk korporierter Sozialdemokraten.

Gewalt gegen StudentenverbindungenBearbeiten

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Burschenschaft Hannovera Göttingen.jpg
Vandalismus: Gründungstafel der Burschenschaft Teutonia Wien und Verbindungshaus der Burschenschaft Hannovera Göttingen nach Farbbeutelanschlägen

Historisch sind gewaltsame Auseinandersetzungen unterhalb von Studenten wie auch insbesondere mit Handwerkern und anderen Gruppierungen belegt und mit einer der Gründe für das Privileg des Waffentragens. Der Umgang mit wie der Einsatz von handgreiflicher Gewalt ist seit den 1950er Jahren (vgl. Halbstarker) deutlich tabuisiert. Der relative Anteil der Verbindungsstudenten an der Studentenschaft ist deutlich gesunken.

Zu Beginn des Jahrzehnts wurden Anfeindungen und gewaltsame Ausschreitungen gegenüber Verbindungsstudenten vermehrt öffentlich bekannt gemacht und thematisiert. Dabei sind teilweise erhebliche Gewalttaten gegen Menschen und Gegenstände wie auch systematische Störungen öffentlicher Veranstaltungen in Couleur anzutreffen.[51][52][53][54] In einigen Universitätsstädten waren Verbindungshäuser Ziel von Vandalismus, wurden zum Beispiel mit Farbbeuteln und Steinen beworfen oder in Brand zu setzen versucht.[55][56][57][58][52] Zusammenkünfte von Verbindungsstudenten in der Öffentlichkeit mussten teilweise von der Polizei geschützt werden.[59][60][61] Eine kurzfristig abgesagte Fuxentaufe der Göttinger Burschenschaft Hannovera am Himmelfahrtstag 2011 hätte unter Polizeischutz gestellt werden sollen, nachdem Hinweise auf gewaltbereite Gegendemonstrationen vorlagen.[62] Beim Marburger Marktfrühschoppen kam es jahrelang zu Störungen der Veranstaltung.

Im Januar 2011 präsentierte der Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) bei einer Pressekonferenz in Frankfurt erstmals eine eigene Statistik, die Gewalt gegen Studentenverbindungen thematisierte. Diese nannte für das Jahr 2010 in Deutschland und Österreich „über 100 Straftaten gegen Mitglieder von Studentenverbindungen sowie gegen deren Eigentum“.[55][63] In den meisten Fällen handelte es sich um Vandalismus, es habe aber auch zehn Fälle von schwerer Körperverletzung und fünf schwere Brandstiftungen an Verbindungshäusern und Autos gegeben.[55][63][64] Der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen bestätigte gegenüber der HNA, es würde etwa einen Vorfall pro Monat geben.[63] Die FAZ führt zudem auf, dass der Vorsitzende des Convents Joachim Schöne äußerte, dass: „zum Teil nur widerwillig“ Strafanzeigen bei der Polizei aufgenommen würden.[64] Eine Statistik für das Folgejahr zeige eine Zunahme der Gewalttaten, insbesondere bei Brandstiftungen, deren Zahl von fünf im Jahr 2010 auf 13 im Jahr 2011 stieg.[65]

Bei einer Pressekonferenz zur Bilanz des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) für den Beobachtungszeitraum 2010 erklärte Peter Gridling, der Direktor des BVT, Korporationen würden bei sogenannten „Burschenschaft-Safaris“ und „Run-Ins“ politischer Gegner ganz gezielt bei internen Veranstaltungen gestört und provoziert. Dabei komme es regelmäßig zu Gewaltanwendungen hauptsächlich gegenüber einschreitenden Polizisten.[66] Im Zuge der Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsringes 2012 kam es zu Gewalttätigkeiten und Übergriffen. Im Zuge dieser Ereignisse wurden fünf Polizeibeamte verletzt und drei Ballbesucher leicht verletzt. [67] Des Weiteren kam es zu einem nächtlichen Brandanschlag auf das Haus der Burschenschaft Bruna Sudetia.[68][69]

In Göttingen kam es im Mai 2013 zu einem Angriff mit einem Baseballschläger auf Angehörige der Erlanger Burschenschaft der Bubenreuther.[70]

ForschungBearbeiten

Die Studentengeschichte ist ein Forschungsgebiet der Universitätsgeschichte und beschäftigt sich mit der Kultur- und Sozialgeschichte der Studenten vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Das Forschungsfeld war lange Zeit das Revier von Hobbyhistorikern aus dem Umfeld der Studentenverbindungen selbst. In jüngerer Zeit finden studentenhistorische Fragestellungen verstärktes Interesse im akademischen Diskurs.[71]

Die Betrachtungen beziehen auch informelle Zusammenschlüsse im Gefolge etwa der politischen Wende in der DDR mit ein.[72] Im Wintersemester 2010/11 wie in den darauffolgenden Jahren fand an der TU Dresden unter dem Titel Füxe, Kneipen und Couleur - Studentenverbindungen in Vergangenheit und Gegenwart[73] eine erste Ringvorlesung an einer deutschen Universität statt, die auf wissenschaftlichem Niveau der Thematik „Studentenverbindungen“ gewidmet war.[74] Das zunehmende Interesse und verbesserte Analyseinstrumente an und für soziale Netzwerke schlagen sich ebenso in der Forschung zu den Verbindungen nieder. Beispiele umfassen die Geschichte des Maschinenbaus,[75] wo die Zugehörigkeit zu Studentenverbindungen oft die engsten Relationen der untersuchten Universitätsprofessoren wiedergibt, wie auch die Forschung zu den amerikanischen Fraternities und Sororities.[76]

LiteraturBearbeiten

  • Martin Biastoch: Studenten und Universitäten im Kaiserreich – Ein Überblick. In: Marc Zirlewagen (Hrg.): „Wir siegen oder fallen“. Deutsche Studenten im Ersten Weltkrieg. Köln 2008, (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen 17), S. 11-24.
  • Edwin A. Biedermann: Logen, Clubs und Bruderschaften. Droste, Düsseldorf 2004, 2. Auflage 2007 ISBN 3-7700-1184-8.
  • Harm-Hinrich Brandt, Matthias Stickler: Der Burschen Herrlichkeit – Geschichte und Gegenwart des studentischen Korporationswesens. Historia Academica, Band 36. Würzburg 1998, ISBN 3-930877-30-9.
  • Jan Carstensen, Gefion Apel (Hrsg.): Schlagfertig! Studentenverbindungen im Kaiserreich. Reader und Ausstellungskatalog im Auftrage des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zur Ausstellung im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold vom 15. August bis 31. Oktober 2006. Detmold 2006, ISBN 3-926160-39-X, ISSN 1862-6939
  • Ludwig Elm, Dietrich Heither, Gerhard Schäfer (sg.): Füxe, Burschen, Alte Herren – Studentische Korporationen vom Wartburgfest bis heute. Papyrossa, Köln 1993, ISBN 3-89438-050-0.
  • Paulgerhard Gladen: Gaudeamus igitur – Die studentischen Verbindungen einst und jetzt. Callwey, München 1988, ISBN 3-7667-0912-7.
  • Paulgerhard Gladen: Die deutschsprachigen Korporationsverbände. WJK, Hilden 2008, ISBN 3-933892-28-7.
  • Friedhelm Golücke, Bernhard Grün, Christoph Vogel: Die Fuxenstunde. Allgemeiner Teil. 4. Auflage. SH, 1996, ISBN 3-89498-010-9, Hrsg. Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte.
  • Diana Auth, Alexandra Kurth: Männerbündische Burschenherrlichkeit. Forschungslage und historischer Rückblick. In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, ISBN 3-89688-060-8.
  • Dietrich Heither, Gerhard Schäfer: Studentenverbindungen zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus. In: Jens Mecklenburg (Hrsg.): Handbuch Deutscher Rechtsextremismus. Berlin 1996, ISBN 3-88520-585-8.
  • Peter Krause: O alte Burschenherrlichkeit – Die Studenten und ihr Brauchtum. 5. Auflage. Graz 1997, ISBN 3-222-12478-7.
  • Alexandra Kurth: Männer – Bünde – Rituale. Studentenverbindungen seit 1800. Campus, Frankfurt 2004, ISBN 3-593-37623-7.
  • Hans Magenschab: Die geheimen Drahtzieher. Macht und Einfluss der Studentenverbindungen. Styria, Wien 2011, ISBN 978-3-222-13344-2.
  • Silke Möller: Zwischen Wissenschaft und „Burschenherrlichkeit“. Studentische Sozialisation im deutschen Kaiserreich. Frank Steiner, Stuttgart 2001, ISBN 3-515-07842-8.
  • Robert Paschke: Studentenhistorisches Lexikon. GDS-Archiv für Hochschulgeschichte und Studentengeschichte, Beiheft 9. Köln 1999, ISBN 3-89498-072-9.
  • Gerhard Richwien: Student sein, eine kleine Kulturgeschichte. Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte (GDS), Kleine Schriften der GDS 15, SH, Köln 1998, ISBN 3-89498-049-4.
  • Matthias Stickler: Universität als Lebensform? Überlegungen zur Selbststeuerung studentischer Sozialisation im langen 19. Jahrhundert. In: Die Berliner Universität im Kontext der deutschen Universitätslandschaft nach 1800, um 1860 und um 1910 (= Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien 76). Hg. von Rüdiger vom Bruch u. M. von Elisabeth Müller-Luckner. München 2010, ISBN 978-3-486-59710-3, S. 149–186
  • Lisa Fetheringill Zwicker: Duelling Students. Conflict, Masculinity, and Politics in German Universities, 1890-1914. Ann Arbor: The University of Michigan Press 2011. ISBN 978-0-472-11757-4

VerzeichnisseBearbeiten

  • Ernst-Günter Glienke: Civis Academicus 2005–2006, Handbuch der deutschen, österreichischen und schweizerischen Korporationen und studentischen Vereinigungen an Universitäten und Hochschulen sowie Schülerverbindungen. Redaktion: Ernst Thomas. SH, 2004, ISBN 3-89498-149-0, Hrsg. Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte. Detaillierte Liste (mit Kurzvorstellungen) aller existierenden Studentenverbindungen deutscher Prägung. Ein Eintrag im „Civis“ zählt teilweise in der sehr heterogenen Welt der Studentenverbindungen als Unterscheidungsmerkmal, ob eine Gesellschaft als Verbindung oder sonstiger Verein gelten kann.
  • Christian Helfer: Kösener Brauch und Sitte. 2. Auflage. 1991, ISBN 3-9801475-2-5.
  • Hartmut H. Jess: S. C. C. 2000 (Specimen Corporationum Cognitarum) – Das Lexikon der Verbindungen. CD-ROM, SH, 2000. Auf dieser CD-ROM sind die Daten von 12.000 Verbindungen und Vereinen zusammengestellt.
  • Harald Lönnecker: „… der deutschen Studentenschaft und unserem Rechtsleben manchen Anstoß geben“ – Zwischen Verein und Verbindung, Selbsthilfeorganisation und Studienvereinigung. Juristische Zusammenschlüsse an deutschen Hochschulen ca. 1870–1918 (= Rostocker Rechtsgeschichtliche Reihe, Bd. 13). Shaker Verlag, Aachen 2013, IX u. 634 S., ISBN 978-3-8440-2166-0.

Historische WerkeBearbeiten

  • Max Bauer: Sittengeschichte des deutschen Studententums. Dresden o. J. (um 1930)
  • Michael Doeberl (Hg.): Das akademische Deutschland. 4 Bände und ein Registerband, dieser bearbeitet von Alfred Bienengräber, Berlin 1930–1931.
  • Richard Fick: Auf Deutschlands hohen Schulen. Berlin, Leipzig 1900.
  • Friedhelm Golücke et al. i. A. der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte: Auf Deutschlands hohen Schulen. Fotomechanischer Nachdruck der Ausgabe Berlin 1900. SH, Köln 1997, ISBN 3-89498-042-7.
  • Karl Konrad: Bilderkunde des deutschen Studentenwesens. 2. Auflage. Breslau 1931. Nachträge und Ergänzungen, Breslau 1935.
  • Friedrich Schulze, Paul Ssymank: Das deutsche Studententum von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. 4. Auflage. Verlag für Hochschulkunde, München 1932.
  • Paul Ssymank: Bruder Studio in Karikatur und Satire. Stuttgart 1929.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b George Turner, Joachim D. Weber: Hochschule von A-Z. Orientierungen – Geschichte – Begriffe. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-8305-0836-0, S. 212 („Studentische Verbindungen“)
  2. Herbert Neupert: Andere Korporationen und gemeinsame Institutionen. A. Das gemeinsame Prinzip, in: Vorstand des Verbandes Alter Corpsstudenten e. V. (Hg.): Handbuch des Kösener Corpsstudenten. Band I, 6. Auflage, Würzburg 1985, S. 283
  3. George Turner, Joachim D. Weber: Hochschule von A-Z. Orientierungen – Geschichte – Begriffe. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-8305-0836-0, S. 213 („Studentische Verbindungen“).
  4. Vgl. Carl Creifelds und Klaus Weber (Hrsg.): Rechtswörterbuch, Beck, München 1999, zum Stichwort Verein.
  5. Gerald Pilz: Networking - Beziehungen und Kontakte nutzen, Beck-Wirtschaftsberater im dtv, dtv, München, 2009, S. 67
  6. Hermann Rink: Die Mensur, ein wesentliches Merkmal des Verbandes. In: Rolf-Joachim Baum (Hrsg.): „Wir wollen Männer, wir wollen Taten!“ Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Siedler, Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7, S. 383–402.
  7. George Turner, Joachim D. Weber: Hochschule von A-Z. Orientierungen – Geschichte – Begriffe. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-8305-0836-0, S. 212 f. („Studentische Verbindungen“)
  8. Franz Meyers, 1908-2002: eine politische Biographie, Stefan Marx, Klartext, 30. Juni 2003
  9. Couleurstudentische Informationen: Damenverbindungen
  10. Möller, Silke: Zwischen Wissenschaft und „Burschenherrlichkeit“. Franz Steiner Verlag: 2001, S. 108 Verfügbar über Google Books.
  11. Als Basis der Schätzung dient Herbert Neupert: Statistiken, Organigramme und Aufstellungen anderer Korporationsverbände. In: Vorstand des Verbandes Alter Corpsstudenten e.V. (Hrsg.): Handbuch des Kösener Corpsstudenten. Band II, Ziffer 42, 6. Auflage, Würzburg 1985, S. 4/1. Hier werden in einer Aufstellung von 24 Verbänden, die Mitglied im CDA sind, 23.304 studierende Mitglieder und 152.333 nicht mehr studierende Mitglieder gezählt, zusammen 175.637 Mitglieder (Stand 1984). Nicht mitgezählt sind suspendierte Korporationen und Korporationen, die 1984 nicht im CDA Mitglied waren.
  12. Christian Käselau: Der Kartell-Convent der Tendenzverbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens als ein Beispiel für jüdische Korporationsverbände im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik
  13. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o. O., 1971, S. 24 f.
  14. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o. O., 1971, S. 8 ff.
  15. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o. O., 1971, S. 10 ff.
  16. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o. O., 1971, S. 10 f.
  17. Seit RGZ 78, 134 ff. vom 3. Januar 1912
  18. Homepage von CDA/CDK, abgerufen am 16. Januar 2013
  19. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o. O., 1971, S. 12 ff.
  20. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o. O., 1971, S. 15.
  21. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o. O., 1971, S. 15 f.
  22. Birgitta vom Lehn: Bierselige Wissenschaft. In: Welt online vom 20. Januar 2008
  23. Erich Bauer: Schimmerbuch für junge Corpsstudenten. 4. Auflage, o.O., 1971, S. 8ff; Herbert Neupert: Andere Korporationen und gemeinsame Institutionen. A. Das gemeinsame Prinzip. In: Vorstand des Verbandes Alter Corpsstudenten e.V. (Hrsg.): Handbuch des Kösener Corpsstudenten. Band I, 6. Auflage, Würzburg 1985, S. 283
  24. Rolf-Joachim Baum: Vorwort des Herausgebers. In: In: Rolf-Joachim Baum: „Wir wollen Männer, wir wollen Taten!“ – Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Siedler Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7, S. 7-12
  25. Diana Auth, Alexandra Kurth: Männerbündische Burschenherrlichkeit. Forschungslage und historischer Rückblick, in: Christoph Butterwegge / Gudrun Hentges (Hrsg.), Alte und Neue Rechte an den Hochschulen, Agenda-Verlag, Münster, 1999, S. 114-129, S.114ff.
  26. DDR-Geschichte, Studium
  27. Herbert Kater, Jörg Onnasch: Die einzelnen Corps im KSCV. Verzeichnis der erloschenen Corps im KSCV einschließlich deren wichtigen Vorläufer. In: Vorstand des Verbandes Alter Corpsstudenten e.V. (Hrsg.): Handbuch des Kösener Corpsstudenten. Band II, Ziffer 1.C., 6. Auflage, Würzburg 1985
  28. Sven Waskönig: Der Alltag der Berliner Verbindungsstudenten im Dritten Reich am Beispiel der Kösener Corps an der Friedrich-Wilhelm-Universität. In: Rüdiger vom Bruch, Christoph Jahr, Rebecca Scharschmidt (Hrsg.): Die Berliner Universität in der NS-Zeit. Berlin 2005, ISBN 3-515-08657-9, S. 159
  29. Dietrich Heither im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  30. Dietrich Heither: Weltbild und Habitus eines schlagenden Männerbundes. In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, S. 92–113, hier S. 103f.
  31. Dietrich Heither: Weltbild und Habitus eines schlagenden Männerbundes. In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, S. 92–113, hier S. 108.
  32. Dietrich Heither: Weltbild und Habitus eines schlagenden Männerbundes. In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, S. 92–113, hier S. 107f.
  33. Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin: Burschenschaften & Studentenverbindungen. Eine Handreichung zu Struktur, Inhalten, Geschichte und Hintergründen (PDF; 419 kB), S. 1
  34. Alexandra Kurth: Männer – Bünde – Rituale. Studentenverbindungen seit 1800. Campus, Frankfurt 2004, ISBN 3-593-37623-7. S. 18.
  35. Dietrich Heither: Weltbild und Habitus eines schlagenden Männerbundes. In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, S. 92–113, hier S. 116.
  36. Diana Auth, Alexandra Kurth: Männerbündische Burschenherrlichkeit. Forschungslage und historischer Rückblick In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, S. 114–129, hier S. 118.
  37. Diana Auth, Alexandra Kurth: Männerbündische Burschenherrlichkeit. Forschungslage und historischer Rückblick. In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, S. 114–129, hier S. 114 ff.
  38. Zum Beispiel das DÖW 2008 bei der Wiener akademischen Burschenschaft Olympia: Neues von ganz rechts
  39. Spiegel Online zum Personal und Ideologie der Wiener akademischen Burschenschaft Teutonia anlässlich deren Vorsitzes der Deutschen Burschenschaft 2013: Völkische Ideologen führen Deutsche Burschenschaft
  40. Gericht verurteilt rechtsextremen Burschenschafter bei Spiegel Online.
  41. Jens Mecklenburg (Hrsg.): Handbuch Deutscher Rechtsextremismus, Berlin 1996, S. 325 f. und 869 f.
  42. Dietrich Heither: Weltbild und Habitus eines schlagenden Männerbundes. In: Christoph Butterwegge, Gudrun Hentges (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Agenda, Münster 1999, S. 92–113, S. 92
  43. Freier Zusammenschluss Studierender (fzs), 28. Mai 2004: Gewerkschaften und Studierendenvertretung kritisieren Deutsche Burschenschaft (DB); Johannes Jäger: Die rechtsextreme Versuchung. Lit, 2001, ISBN 3-8258-5722-0, S. 64 ff. (Buchauszug online); Diether Heither: Burschenschaften. Rechte Netzwerke auf Lebenszeit. In: Stephan Braun, Daniel Hörsch (Hrsg.): Rechte Netzwerke – eine Gefahr. VS, 2004, ISBN 3-8100-4153-X, besonders S. 134 ff. (Buchauszug online)
  44. Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) Österreich: Verfassungsschutzbericht 2002; S. 26 (pdf; 727 kB)
  45. Gabriele Nandlinger: „Ehre, Freiheit, Vaterland!“ Burschenschaften als Refugium für intellektuelle Rechtsextremisten; Bundeszentrale für politische Bildung, 23. April 2007
  46. Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Rechtsextreme Verbindungen der Deutschen Burschenschaft. Drucksache 16/4142 des Deutschen Bundestages vom 30. Januar 2007
  47. http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/12813617.htm
  48. Digitale Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung: Chronik der deutschen Sozialdemokratie
  49. Jochen Leffers: Burschenschafter sollen draußen bleiben, Der Spiegel, 16. November 2005.
  50. www.akademische-freiheit.de Parteiausschluss
  51. Geschlagene Verbindung. In: Süddeutsche Zeitung, Druckausgabe des 22. Januar 2011. Digital abrufbar
  52. a b Verfassungsschutzbericht 2011 des Niedersächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz (PDF; 3,1 MB), S. 175, 180, 186f. und 190.
  53. Linksextreme machen Jagd auf Burschenschafter. In: Die Welt, 22. Mai 2013.
  54. Verbindungsstudent brutal niedergeschlagen, www.kleinezeitung.at, abgerufen am 8. März 2013
  55. a b c Pressemitteilung des CDA: Gewalt gegen Korporationen (PDF; 19 kB)
  56. Gießener Allgemeine: Polizei sucht Zeugen von Randale in Licher Straße, 20. Juli 2011
  57. Frankfurter Rundschau: Anschlag auf Burschenschaft, 16. Juni 2011
  58. Mainpost: Linke Parolen am Germania-Haus. „Nikolausburg“ der Burschenschaft betroffen – Würzburger Kriminalpolizei ermittelt, 8. Juli 2011
  59. Demo gegen die Burschenschaften in Untertürkheim In: Stuttgarter Nachrichten vom 24. November 2011
  60. Coburger Convent: Polizei zieht positive Bilanz In: Coburger Neue Presse vom 14. Juni 2011
  61. Protest zum Burschentag in Eisenach angekündigt In: Thüringer Allgemeine Zeitung vom 15. Juni 2011
  62. Hessische/Niedersächsische Allgemeine: Fuxentaufe unter Polizeischutz (2. Juni 2011)
  63. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLinksextreme Gewalt in Göttingen: Blinde Wut gegen Rechts. Akademikerverbände: Burschenschafter werden zunehmend Opfer von Übergriffen. 15.02.11, abgerufen am 2. Februar 2013: „Der CDA hätte für 2010 über 100 Straftaten gegen Studentenverbindungen gezählt, […]“
  64. a b Frankfurter Allgemeine Zeitung: Gewalt gegen Studentenverbindungen beklagt - Verband erhebt Vorwürfe gegen Polizei / Union Unversehrtheit der Korporationen schützen, in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Januar 2011 faz-archiv.de & Artikel als Scan
  65. Convent Deutscher Akademikerverbände: Pressemitteilung Studentenverbindungen beklagen steigende linksextreme Gewalt (31. Mai 2012; PDF; 32 kB)
  66. Die Presse, 5. August 2011: Extremismus: Deutlich mehr Anzeigen
  67. WKR-Demo: Was wirklich passiert ist auf derstandard.at, abgerufen am 5. Februar 2012
  68. WKR-Ball: Kritik an Polizei von allen Seiten auf diepresse.com, abgerufen am 1. Februar 2012
  69. WKR-Demo: Was wirklich passiert ist auf derstandard.at, abgerufen am 5. Februar 2012
  70. [1] Die Welt: Linksextreme machen Jagd auf Burschenschafter 22. Mai 2013
  71. Matthias Asche, Stefan Gerber: Neuzeitliche Universitätsgeschichte in Deutschland. Entwicklungslinien und Forschungsfelder. In: Helmut Neuhaus (Hrsg.): Archiv für Kulturgeschichte. 90. Band, Heft 1, 2008, S. 153–202, hier: S. 197.
  72. Tobias Kaiser: Jenas Studierende im Umbruch von 1989/90 und danach. Zur Bedeutung der Studentengeschichte für die Universitätsgeschichte, oder: Was soll das Ganze?, in: Robert Gramsch/Tobias Kaiser (Hrsg.): Engagement und Ernüchterung. Jenaer Studenten 1988 bis 1995, Jena 2009, S. 35–46.
  73. Füxe, Kneipen und Couleur - Studentenverbindungen in Vergangenheit und Gegenwart, Hrsg. von Ralf Prescher, Essen 2011, 315 Seiten, 1. Bd., ISBN 978-3-939413-19-6
  74. zu Inhalten der Ringvorlesung in Dresden
  75. Workshop „Historische Netzwerkforschung“ Köln 2009 Tagungsbericht bei hsozkult zum Dissertationsprojekt zur deutschen Maschinenbauforschung zwischen 1920 und 1970
  76. Nicholas L. Syrett: The Company He Keeps: A History of White College Fraternities. 2011.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Studentenverbindung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Studentenverbindung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Portal: Studentenverbindung – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Studentenverbindung
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 11. Oktober 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.







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